Astronomie

Planetarisches Rendezvous: Jupiter und Saturn so nah wie selten

Seit knapp 400 Jahren waren sich Jupiter und Saturn nicht so nahe.
© YASSER AL-ZAYYAT

Menschen rund um den Globus verfolgten das planetarische Spektakel. Am besten konnte man die „Große Konjunktion" um 19.22 MEZ beobachten.

Paris – Jupiter und Saturn sind sich am Montag so nahe gekommen wie nur äußerst selten. Menschen rund um den Globus blickten in den Himmel, um die von Astronomen als „Große Konjunktion" bezeichnete Begegnung der beiden größten Planeten unseres Sonnensystems zu verfolgen. Tatsächlich waren Jupiter und Saturn mehr als 730 Millionen Kilometer voneinander entfernt. Doch von der Erde aus betrachtet, wirkte es so, als seien sie sich ganz nahe gekommen.

Die besten Bedingungen zur Beobachtung des Planeten-Treffens herrschten am Äquator. Im westlichen Europa mussten die Himmelsgucker in südwestliche Richtung hochblicken, um das Phänomen zu beobachten. Die beste Uhrzeit zur Beobachtung der „Konjunktion" war 19.22 Uhr MEZ.

In der indischen Metropole Kolkata verfolgten hunderte Hobby-Astronomen das Spektakel durch ein Teleskop in einem Technologie-Museum und von Hausdächern oder freien Flächen aus. In Kuwait zogen Planeten-Fans in die Wüste, um eine besonders gute Sicht auf das Himmelsphänomen zu haben.

Die „Große Konjunktion" von Jupiter und Saturn findet etwa alle 20 Jahre statt – wie nah sie dabei von der Erde aus erscheinen, ist aber unterschiedlich.

Das Spektakel wurde auf der ganzen Welt verfolgt.

Der Mond (l.), Saturn (o.r.) und Jupiter (u.r.) hinter dem Washington Monument.
Menschen versammelten sich in Kolkata um die „Große Konjunktion" zu beobachten.
Menschen versammelten sich in Kolkata um die „Große Konjunktion" zu beobachten.
Der Nachthimmel über der Koh Lipe Insel in Thailand. Hinter der Weihnachtsdekoration sieht man den Jupiter (l.) und Saturn (r.).
Astrofotografen in Kuwait verfolgen die Konstellation im al-Salmi Bezirk, westlich von Kuwait-Stadt.
Eines der Bilder der Astrofotografen in Kuwait.
Die Fotografen in Kuwait Mohammad al-Obaidi (r.) und Abdullah al-Harbi (l.) haben die „Große Konjunktion" vor ihren Linsen.
Auch vom Griffith Observatory in Los Angeles wurde das kosmische Spektakel verfolgt.
Auch vom Griffith Observatory in Los Angeles wurde das kosmische Spektakel verfolgt. Auch hier versammelten sich zahlreiche Menschen.
Auch vom Griffith Observatory in Los Angeles wurde das kosmische Spektakel verfolgt. Auch hier versammelten sich zahlreiche Menschen. Seit beinahe 400 Jahren kamen sich die Planeten Jupiter und Saturn nicht so nahe.
Der Nachthimmel mit dem planetarischen Rendezvous über der Skyline von Los Angeles.
Jupiter (l.) und Saturn (r.), vom Griffith Observatory aus gesehen.
Menschen mit Mund-Nasen-Schutz versammelten sich in Los Angeles.
Menschen mit Mund-Nasen-Schutz versammelten sich in Los Angeles.

Derart eng beisammen wie an diesem Dienstag – dem Tag der Wintersonnenwende in der nördlichen Hemisphäre und des Sommerbeginns in der südlichen Erdhalbkugel – werden sie erst im Jahr 2080 wieder zu sehen sein. Zuvor war es im Jahr 1623, dass Jupiter und Saturn aus der Perspektive der Erde derart eng beisammen erschienen. (APA/AFP)

Verwandte Themen