Feller nach coolen Tagen in Alta Badia und Madonna: „So macht Skifahren Spaß!"

Österreichs Slalom-Herren durften nach den ersten beiden Saisonrennen zufrieden Bilanz ziehen. Allen voran Manuel Feller und Marco Schwarz, die jeweils einen Podestplatz verbuchen konnten.

Manuel Feller fühlt sich im Stangenwald derzeit pudelwohl.
© GEPA pictures/ Thomas Bachun

Madonna di Campiglio – Manuel Feller führte das ÖSV-Slalomteam der Männer auch im zweiten Saisonslalom an. Der 26-Jährige ließ auf den zweiten Platz von Alta Badia am Dienstagabend in Madonna di Campiglio einen vierten Rang folgen, nur zwei Hundertstel hinter dem Zweiten. "Ich kann pushen und bin nicht so ausfallgefährdet. So macht Skifahren Spaß!", resümierte der Tiroler. Den Riesentorlauf will er trotz Rückenproblemen künftig nicht links liegen lassen.

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Der knappe Rückstand auf die Podestplätze hinter dem norwegischen Sieger Henrik Kristoffersen, der 0,33 Sekunden vor seinem Landsmann Sebastian Foss-Solevaag den 18. Slalomsieg fixierte, schmerzte Feller nur kurz. "Der zweite Durchgang war sehr schwierig, da hätte ich auch ausfallen können, ich war ein, zwei Mal knapp dran", meinte der Vizeweltmeister von 2017. Er freue sich nun auf die Weihnachtspause, die auch seinem Körper guttun werde, sagte Feller.

🎥 Die Siegesfahrt von Henrik Kristoffersen in Madonna:

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Obwohl er seit rund zwei Jahren an Bandscheibenproblemen laboriert, will Feller auch weiterhin die körperlich belastenderen Riesentorläufe bestreiten. Ob er in Adelboden beide RTL vor dem Slalom am 10. Jänner fahren werde, stehe aber noch nicht fest, betonte der Technik-Spezialist, der im "Riesen" bisher einen Weltcup-Podestplatz erreicht hat (2.). "Das kommt auf den Körper an, aber ich will den RTL nicht ganz stehen lassen. Ich trainiere auf jeden Fall darauf hin."

Marco Schwarz als Dritter in Alta Badia und Neunter am Dienstag sowie Fabio Gstrein als Zwölfter in Madonna sorgten für weitere gute ÖSV-Platzierungen, Michael Matt (15. und 16.) fehlt noch ein bisschen zur Topform. Dem Kärntner Schwarz gelang in Madonna im Gegensatz zum Vortag keine wesentliche Ergebnisverbesserung. "Man darf sich keine Fehler erlauben. Es ist eine brutal enge Kiste, wenn man 0,58 Sekunden zurück Neunter ist", sprach Schwarz das hohe Niveau an.

Corona-Tests im Hause Feller vor Weihnachten

Der Kärntner hat bereits eine Coronainfektion hinter sich, die er sich im privaten Umfeld zugezogen hat. Daher hat er auch keine Bedenken wegen der Weihnachtstreffen. "In unserer Familie können wir gefahrlos feiern", meinte Schwarz, da offenbar auch seine Angehörigen schon Antikörper gebildet haben. Feller lässt nach eigenen Worten hingegen auch seine Familie vor den Feiertagen testen. Da sei der Jänner mit den zahlreichen Rennen einfach zu wichtig, meinte er.

Der Arlberger Matt stufte seine Slalom-Vorstellungen als "ganz okay, aber viel zu wenig" ein. "Bei diesen Verhältnissen war ich immer pfeilschnell. Das ist jetzt nicht der Fall, das muss ich mir anschauen. Es heißt weiterarbeiten", meinte Matt, der am Montag nach dem ersten Lauf Dritter gewesen war. Männer-Rennsportchef Andreas Puelacher sprach von guten Leistungen des gesamten Slalomteams. "Da sind wir ebenso wie die Schweiz sehr gut aufgestellt." (APA)


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