So feiern Tiroler Sportgrößen das Weihnachtsfest

Zumindest am Heiligen Abend ruht der Kampf um Meter, Punkte und Sekunden. Ein Blick darauf, wie Tiroler Sportgrößen Weihnachten feiern.

Frohe Weihnachten wünschen die Tiroler Sprotgrößen.
© Guggenberger/Grein/Wöss/O'Keefe

Innsbruck, Schwaz – „Heuer“, sagt Skeleton-Aushängeschild Janine Flock, „wird alles ein bisserl anders.“ Als überzeugter Familienmensch findet man freilich Mittel und Wege. „Wir treffen uns alle am späten Nachmittag im Garten unseres Elternhauses in Rum und stoßen mit einem Glühwein an.“

Das Gelbe Trikot der Weltcupführenden hat sich Janin­e Flock selbst unter den Baum gelegt.
© Guggenberger

Wir, das sind Mama und Papa, Oma und Opa, Onkel und Tante, Bruder und Schwester. Und dann wird in bester Tradition gewichtelt. Der Heilige Abend erfolgt dann in ungewohnter Zweisamkeit, mit Lebensgefährte Matthias Guggen­berger. „Wir machen uns ein Fondue und später werden wir noch eine Runde spazieren gehen.“ Welche Rolle Katze Nala bei dem ganzen Treiben spielt, bleibt ungewiss: „Sie ist a bisserl eine Diva und macht generell ihr Ding.“

Bereits am 26. stehen in Innsbruck-Igls die Staatsmeisterschaften an, ehe es zum Jahreswechsel nach Winterberg geht. Dort folgt vom 8. bis 10. Jänner der nächste Weltcup, der zugleich als Europameisterschaft gewertet wird. Die Zielsetzung liegt auf der Hand: Wer drei der vier bisherigen Weltcupbewerbe gewonnen hat, will ganz einfach in der Erfolgsspur bleiben.

Bei den Greins gehört nur das Rodeln zum Weihnachtsritual

Florian und Hermine Grein feiern Weihnachten schlicht.
© Grein

Es mag kitschig klingen, aber dem ehemals besten Runningback Österreichs, Florian Grein, hat eine ganz besondere Frau vor Jahren den Kopf verdreht: seine Hermine. Mit der Tochter einer Ägypterin und eines Steirers ist das wohl bekannteste Football-Gesicht der Swarco Raiders nun schon sechs Jahre verheiratet. Und für Hermine ist die Tiroler Football-Legende freiwillig zum Islam konvertiert. Ein stärkeres Zeichen für ihre gemeinsame Liebe gibt es wohl kaum.

So spektakulär ihre Liebesgeschichte klingt, so „unspektakulär feiern wir Weihnachten“, wie der 37-Jährige mit einem Augenzwinkern erklärt. Zusammen mit ihren beiden Kindern sind sie noch immer auf der Suche nach einem Weihnachtsritual – auch kulinarisch gibt es keine Fixpunkte. Was allerdings jedes Jahr bei den Greins auf dem Plan steht, ist das Rodeln-Gehen. „Das liegt vielleicht daran, dass ich mit Matthias Guggenberger (ehemaliger Skeletonfahrer und Lebensgefährte von Janine Flock, Anm.) in die Schule gegangen bin“, ergänzt der Innsbrucker mit einem breiten Lächeln.

Das Christkind steht beim Haie-Cheftrainer unterm Baum

Der Advent war für Innsbrucks Eishockey-Cheftrainer Mitch O’Keefe mit bislang acht Dezember-Spielen keine stille Zeit. Nach dem 2:3 gegen Bratislava am Dienstagabend wartet am Stephanitag das Gastspiel in Dornbirn, zuhause gegen den HC Bozen (28.12.) und in Salzburg (30.12.) geht’s weiter.

Freuen sich auf Nachwuchs: Mitch O’Keefe mit Gattin Siobhan und Tochter Vivienne.
© O’Keefe

Kein Wunder bei dem Terminstress, dass der 36-jährige Kanadier gestern zu den „Late-Night-Shoppern“ zählte: „Ich hatte keine Zeit, aber das schönste Geschenk ist die Familie.“ Womit man beim springenden Punkt wäre. Das Christkind steht sozusagen versteckt unterm Baum: Töchterchen Vivienne (5) darf sich im April über einen Bruder freuen. Dieses Jahr gehört ihr der Truthahn am 25.12. als Nesthäkchen noch ganz alleine.

Bei Familie Wöss gehört der Weihnachtspulli zum Fest dazu

Toby, Gattin Jenny, Papa Richi und Lena (v. l.) feiern mit den Hunden Kylie und Nala.
© Wöss

Es weihnachtet sehr im Hause Wöss. Der 34-jährige Richard Wöss erlebt als Rechtsaußen bei Sparkasse Schwaz Handball Tirol gerade seinen zweiten Frühling. Zur Routine wird das Gewinnen – die Adler sind sensationell Tabellenführer – aber ebenso wenig wie Weihnachten. „Wir feiern gemütlich zuhause“, sagt Wöss und schlüpft ins passende Weihnachtsoutfit. Gattin Jenny kocht ein Wellington-Filet mit Kartoffelgratin. Als Nachspeise gibt es Crème Brûlée. Dann wird mit Tochter Len­a (9) und Sohn Toby (13) gespielt. Der Sohnemann ist bereits in die (Sport-)Fußstapfen des Vaters getreten und ist als Tormann für die U14-Fußballmannschaft des FC Bayern im Einsatz. (m. i., suki, lex, ben)


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