Innsbrucker Bergsilvester: Vierminütiges Feuerwerk als „Signal der Hoffnung" für 2021

Im Gegensatz zu allen anderen österreichischen Landeshauptstädten wird es in Innsbruck ein großes Feuerwerk zum Jahreswechsel geben.

Das Feuerwerk auf der Seegrube wird von zuletzt zwei auf über vier Minuten verlängert.
© Vanessa Rachlé/TT

Von Michael Domanig

Innsbruck – Das traditionelle Bergsilvester als Veranstaltung kann in Innsbruck heuer pandemiebedingt nicht stattfinden. Auch die ursprünglich geplante Lichtinszenierung in der Innen- und Altstadt ist aufgrund der Lockdown-Verordnung nicht möglich. Sehr wohl wird es aber – im Gegensatz zu allen anderen österreichischen Landeshauptstädten – ein großes Feuerwerk zum Jahreswechsel geben. Das verkündeten Vizebürgermeister Hannes Anzengruber, GF Bernhard Vettorazzi vom Innsbruck Marketing, GF Thomas Schroll (Nordkettenbahnen) und Martin Mair von der Firma "Dreamfire" am Montagvormittag bei einer Pressekonferenz auf der Seegrube – also genau dort, wo das Feuerwerk am 1. Jänner um 0 Uhr gezündet wird. Anzengruber sieht das Feuerwerk als Signal, "positiv nach vorn zu schauen" und der Bevölkerung nach einem "verrückten Jahr" hoffnungsvolle Perspektiven für 2021 aufzuzeigen.

Da das Feuerwerk heuer also den einzigen Programmpunkt des Bergsilvesters bildet, wird es länger und größer ausfallen als in den letzten Jahren: Über vier (statt zuletzt rund zwei) Minuten soll das Spektakel dauern, laut Mair sind ingesamt 14.000 Einzeleffekte geplant. Die Kosten liegen laut Stadtmarketing bei rund 40.000 Euro – und damit weit unter den Gesamtkosten des Bergsilvesters 2019 mit Wassershow, Feuerwerk und Party in der Stadt (ca. 500.000 Euro).

Als kälteresistent erwiesen sich GF Thomas Schroll (Nordkettenbahnen), Pyrotechniker Martin Mair (Firma "Dreamfire"), Vize-BM Hannes Anzengruber und GF Bernhard Vettorazzi vom Innsbruck Marketing bei der Pressekonferenz auf 1900 m Seehöhe.
© Domanig

Von allen Stadtteilen und vom Umland aus zu sehen

Die Besonderheit des Innsbrucker Feuerwerks sei eben, dass es von der Seegrube aus abgeschossen werde und damit von allen Stadtteilen sowie von vielen Umlandgemeinden aus zu sehen sei, betont Vettorazzi. Damit könne man auch größere Menschenansammlungen – die Corona-bedingt ja verboten sind – verhindern. Viele würden das Feuerwerk vom eigenen Balkon aus betrachten, erwartet Vettorazzi, manche von der Straße aus. Sich die Beine zu vertreten, sei ja grundsätzlich erlaubt. Mit den Innsbrucker Verkehrsbetrieben sei zudem vereinbart, dass um Mitternacht an rund 200 mit "Smart Info"-Tafeln ausgestatteten Haltestellen synchron Walzerklänge ertönen werden.

Mit dem ausgeweiteten Feuerwerk wolle man die Bevölkerung auch dazu anhalten, selbst keine Raketen zu zünden, ergänzt Vize-BM Anzengruber.

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