Haft nach Bestechungsskandal: Lori Loughlin ist wieder auf freiem Fuß

Die wegen ihrer Verwicklung in einen Uni-Bestechungsskandal verurteilte US-Schauspielerin Lori Loughlin verlässt nach zwei Monaten das Gefängnis. Ihr Ehemann Mossimo Giannulli hat hingegen noch einige Monate hinter Gittern vor sich.

Lori Loughlins Mann Mossimo Giannulli bleibt noch bis April 2021 im Gefängnis.
© AFP

Los Angeles – Rund zwei Monate lang saß „Full House"-Schauspielerin Lori Loughlin wegen ihrer Rolle in einem Uni-Bestechungsskandal hinter Gittern. Nun durfte die 56-Jährige das Gefängnis im Bundesstaat Kalifornien wieder verlassen, berichtet die US-amerikanische Seite People. Ihre Haftstrafe hat Loughlin somit, im Gegensatz zu ihrem ebenfalls inhaftierten Ehemann Mossimo Giannulli, vollends abgesessen.

Giannulli begab sich am 19. November 2020 und somit etwa drei Wochen nach seiner Frau in eine andere, rund 400 Kilometer entfernt gelegene Justizanstalt in Kalifornien. Im Gegensatz zu seiner Frau muss Giannulli jedoch nicht zwei, sondern fünf Monate dort verweilen. Mit einer Entlassung kann er also erst im April 2021 rechnen.

Zusammen mit Loughlin hatte der Designer im Mai dieses Jahres zugegeben, ein Schmiergeld in Höhe von 500.000 US-Dollar (umgerechnet etwa 410.000 Euro) gezahlt zu haben, um den gemeinsamen Töchtern Vorteile an der University of Southern California zu verschaffen. Neben der Haftstrafe wurde Loughlin im August dieses Jahres auch zu einer Geldstrafe von 150.000 US-Dollar (umgerechnet etwa 123.000 Euro) und 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt, bei ihrem Mann waren es 250.000 US-Dollar (etwa 205.000 Euro) und 250 Stunden.

Tochter schämt sich

Vor wenigen Wochen äußerte sich eine der Töchter des Paars erstmals öffentlich zu dem Fall, bei dem ihre Eltern für sie Bestechungsgeld gezahlt haben. Erst durch den Skandal habe sie gelernt, wie privilegiert sie ihr gesamtes Leben gewesen sei, sagte die 21-jährige Olivia Jade Giannulli in der Facebook-Show „Red Table Talk". Sie habe in ihrer eigenen Blase gelebt und erst später verstanden, warum die Leute so verärgert gewesen seien. Heute sei ihr das „peinlich". In der Uni habe sie sich nach Bekanntwerden des Skandals vor lauter Scham nicht mehr blicken lassen. „Aber ich hätte ja überhaupt nicht dort sein sollen, also war es sinnlos, zurückzugehen", sagte die 21-Jährige.

Im Uni-Skandal des vergangenen Jahres wurde enthüllt, dass neben Lori Loughlin und Mossimo Giannulli noch andere wohlhabende Eltern Schmiergelder gezahlt hatten. So auch „Desperate Housewives"-Schauspielerin Felicity Huffman, die jedoch aufgrund einer wesentlich geringeren Bestechungssumme nur für elf Tage ins Gefängnis wanderte. (spot)


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