Cochran-Siegle feierte Premierensieg in Bormio, Kriechmayr Zweiter

Ryan Cochran-Siegle ist in Bormio eine Klasse für sich. Nach zwei Trainings-Bestzeiten feierte der US-Amerikaner am Dienstag einen überlegenen Super-G-Sieg und gilt nun auch am Mittwoch in der Abfahrt als der große Favorit.

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US-Boy Ryan Cochran-Siegle gelang eine wahre Fabelfahrt auf der Stelvio.
© GEPA pictures/ Matic Klansek

Bormio – Der Oberösterreicher Vincent Kriechmayr landete am Dienstag im Weltcup-Super-G von Bormio auf Rang zwei. Der 29-Jährige wurde im wegen starker Schneefälle um 24 Stunden verschobenem Rennen nur von Ryan Cochran-Siegle geschlagen. Der US-Amerikaner feierte nach einer perfekten Fahrt mit 0,79 Sekunden Vorsprung seinen ersten Weltcupsieg. Dritter wurde 0,15 Sekunden hinter Kriechmayr der Norweger Adrian Smiseth Sejersted.

Kriechmayr durfte nach seiner mit Startnummer fünf absolvierten Fahrt ein wenig mit dem Sieg rechnen, doch drei Nummern später fuhr Cochran-Siegle noch eine Stufe darüber. "Es war auf alle Fälle eine gute Fahrt", resümierte Kriechmayr im ORF-Interview. "Ich habe in den Steilhang hinein vielleicht ein bisschen zu viel Tempo rausgenommen. Aber acht Zehntel (Rückstand, Anm.) sind schon ein bisschen viel. Er (Cochran-Siegle) ist schon eine feine Klinge gefahren, er ist super drauf der Bursche."

🎥 Die Siegesfahrt von Ryan Cochran-Siegle im Video:

Mit Matthias Mayer als Zehntem (+1,53) lag ein weiterer Österreicher in den Top Ten. Der Olympiasieger hätte sich freilich mehr erwartet. "Oben war es gar nicht so schlecht", meinte der Kärntner. "Aber im Mittelteil war es ein bisschen zu ruppig. Ich bin nicht so auf Zug gefahren. Auch beim Zielsprung habe ich etwas an Zeit liegen gelassen." Die Verhältnisse seien wegen des am Montag gefallenen Schnees ganz andere gewesen als noch in den beiden Abfahrtstrainings. "Es war schwer zu fahren."

Cochran-Siegle: "Ich hatte keine großen Erwartungen"

Ungeachtet der geänderten Verhältnisse bewies Cochran-Siegle seine Topform. Der 28-Jährige hatte am 19. Dezember bei der Abfahrt von Gröden als Zweiter stark aufgezeigt, tags davor hatte er ebendort als Achter sein bis zum Dienstag bestes Super-G-Ergebnis im Weltcup markiert. "Ich hatte keine großen Erwartungen", bilanzierte Cochran-Siegle. "Aber das Selbstvertrauen passt, das bringt einen vorwärts. Das Podest in Gröden war schon mehr als erwartet, jetzt kann ich es nur genießen."

Sonst kam kein weiterer Österreicher unter die Top 20. Max Franz wies 2,34 Sekunden Rückstand auf, Stefan Babinsky 2,41 und Christian Walder 2,78. Keine Weltcup-Punkte gab es für Daniel Hemetsberger (+3,02), Hannes Reichelt (+3,55), Raphael Haaser (+4,11) und Christoph Krenn (Ausfall).

Nach seinen Trainingsbestzeiten vom Samstag und Sonntag ist Cochran-Siegle in der heurigen Bormio-Auflage noch ungeschlagen und damit für die für Mittwoch (11.30 Uhr, live TT.com-Ticker) angesetzte Abfahrt der klare Favorit. (APA, TT.com)

Super-G der Herren in Bormio – Endstand:


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