Polizei löste im Unterland Corona-Party und Feuerwerks-Treffen auf

Gleich zwei Mal musste die Polizei in der Silvesternacht im Tiroler Unterland ausrücken, weil größere Menschengruppen die Covid-Maßnahmen ignorierten. Es kam auch zu Handgreiflichkeiten gegen die Beamten.

(Symbolfoto)
© Caroline Seidel

Langkampfen, Kufstein – Zwei größere Gruppen sorgten in der Silvesternacht im Tiroler Unterland für Polizeieinsätze. Zuerst wurden die Streifen der Polizei Kufstein alarmiert, weil Zeugen meldeten, dass eine Gruppe von 20 bis 30 Menschen eng zusammenstehend in Langkampfen mit pyrotechnischen Gegenständen auf Autos schießen würde.

Beim Eintreffen der Beamten ergriffen mehrere Menschen in die umliegenden Wohnhäuser die Flucht. Eine Zeugin, die noch vor Ort war, gab an, dass sie die Geschehnisse zuvor mit ihrem Handy gefilmt habe. Daraufhin habe ihr eine Person aus der Gruppe das Handy aus der Hand gerissen, ihren Arm auf dem Rücken verdreht und sie dabei verletzt.

Frau ging bei Hausdurchsuchung auf Polizisten los

Nachdem der Beschuldigte von der Polizei mit dem Sachverhalt konfrontiert wurde und sich nicht geständig zeigte, wurde eine gerichtlich angeordnete Hausdurchsuchung in der Wohnung des Mannes durchgeführt. Seine Ehefrau, eine 45- jährige Österreicherin, reagierte derart erbost, dass die den Polizisten den Zugang verweigern wollte und – nachdem sie damit keinen Erfolg hatte – gegen den Hals eines Beamten schlug. Die Frau wurde festgenommen. Nach Abschluss der Ermittlungen wird das Paar auf freiem Fuß bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt.

Das entwendete Handy konnte bei der durchgeführten Hausdurchsuchung nicht entdeckt. Es konnte aber später in einem Waldstück gefunden werden und war total zerstört.

Corona-Party in Kufstein

Die Verschnaufpause für die Beamten in Kufstein währte nur kurz, denn um vier Uhr mussten die Beamten erneut ausrücken, weil es in einem Wohnhaus Lärmbeschwerden gab. Vor Ort konnten die Beamten dann eine Corona-Party ausmachen: 13 Personen hatten sich in der Wohnung getroffen und verhielten sich gegenüber den Beamten „äußerst unkooperativ", wie es in einer Aussendung hieß. Die Party wurde schließlich aufgelöst.

Nach Abschluss der Ermittlungen werden mehrere Personen der Bezirkshauptmannschaft Kufstein wegen Übertretungen nach der Covid-19 Notmaßnahmenverordnung und anderer Verwaltungsübertretungen angezeigt . (TT.com)


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