Fischotter im Alpenzoo: Der Meisterschwimmer ist sehr neugierig

Kennt ihr die Tiere des Alpenzoos? Einmal im Monat stellen wir euch viele interessante Bewohner vor. Wir starten mit dem Fischotter, der auch in Tirol fast ausgerottet wurde.

Gibt’s hier was zum Fressen? Fischotter jagen im Wasser und am Land und fressen sowohl Fische und Amphibien als auch Frösche oder kleine Wasservögel.
© Alpenzoo

Von Brigitte Warenski

Fischotter suchen sich ihre Verstecke an den Ufern von Seen und Flüssen. In der Dämmerung und in der Nacht verlassen sie ihren Unterschlupf.
© FRITZ SCHMIDT

Er schwimmt meisterlich, trägt Pelz, jagt im Wasser und am Land und ist ein sehr neugieriges Tier. Weil der Fischotter so vielseitig ist, wurde er zudem von der Deutschen Wildtier-Stiftung zum Tier des Jahres 2021 gekürt. Mit der Auszeichnung möchte die Organisation darauf aufmerksam machen, wie gefährdet die Otter und ihre Lebensräume sind.

Hallöchen, ist da wer? Wir sind sehr neugierige Tiere.
© FRITZ SCHMIDT

Der Fischotter (Lutra lutra) gehört zur Familie der Marder. Der Einzelgänger ist nacht- und dämmerungsaktiv, Seen und Flüsse mit Verstecken an den Ufern sind bevorzugte Lebensräume. Der Fischotter jagt aber nicht nur nach Fischen, sondern spürt mit seinen Tasthaaren selbst im trüben Wasser Amphibien auf. Gleichzeitig ist er an Land in der dichten Ufervegetation auf der Suche nach Insekten, Wasservögeln oder Fröschen. Am Tag versteckt er sich hingegen in seinen selbstgebauten Erdhöhlen am Uferrand.

Die „Wassermarder“, die wegen ihres Fells gejagt wurden, fühlen sich im Innsbrucker Alpenzoo sehr wohl. Als erster Zoo Europas kamen dort 1978 Fischotter zur Welt.
© Alpenzoo

Der schlanke, stromlinienförmige Körper des Fischotters ist perfekt an das Wasserleben angepasst. Dazu kommen Schwimmhäute zwischen den Zehen und spezielle Hautfalten, die beim Tauchen Ohren und Nase verschließen. Vor Nässe und Kälte schützt ein dichtes Fell mit 30.000 Haaren pro Quadratzentimeter. Fischotter waren ursprünglich in den meisten Gewässern – auch in Tirol – zu finden. Wegen ihres Fells – das als kostbarer Pelz verkauft wurde – wurden sie noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts gejagt und auch in Tirol fast ausgerottet. Zudem wurden sie als Schädlinge angesehen und getötet, weil sie sich an Fischteichen bedienten. Der Alpenzoo war der erste Zoo Europas, dem 1978 die Nachzucht dieses stark gefährdeten „Wassermarders“ geglückt ist. Im Alpenzoo, der leider derzeit wegen des Lockdowns geschlossen ist, sind sie besondere Lieblinge der Kinder. Das vor allem deshalb, weil sie überaus neugierig sind und daher oft „Männchen“ machen, um ja nichts zu versäumen, was in der Umgebung passiert.

📽️ Video | Die Fischotter im Alpenzoo:

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📽️ Video | Fischotterfütterung im Alpenzoo:

🎲 Zoo-Monopoly zu gewinnen

Unter euch gibt es sicher viele, die sich schon einmal gewünscht haben, einen Zoo zu besitzen. Dieser Traum kann mit dem neuen Alpenzoo-Monopoly (Hasbro Gaming, 39,90 Euro, bestellbar im Alpenzoo und der Wagner’schen Buchhandlung) wahr werden, in dem man die verschiedenen Gehege der Alpentiere kaufen und untereinander austauschen kann. Angefangen von der kleinen Etruskerspitzmaus über die bunte Vielfalt der Alpenvögel bis hin zu Bär und Luchs, es ist eine große Vielfalt an bekannten Alpenzoo-Tieren auf dem Spielfeld zu finden. Zoodirektor André Stadler freut sich sehr über dieses besondere Brettspiel: „Ziemlich sicher kennt jeder das Monopoly-Brettspiel, aber das Alpenzoo Monopoly ist schon etwas Besonderes! Gerade jetzt im Lockdown kann man sich so einen Teil des Zoos quasi nach Hause holen.“ Wir verlosen drei Alpenzoo-Monopoly-Spiele. Schreibt an die Tiroler Tageszeitung, Toni Times, Kennwort „Monopoly“, Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck, Die Teilnahme ist auch unter www.tt.com/gewinnspiele möglich. Einsendeschluss ist der 10. Jänner 2021. Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


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