Corona-Impfaktion in Innsbrucker Heimen läuft, Impfstraßen im Aufbau

Parallel zu den Impfungen in den städtischen Seniorenheimen – die kommende Woche abgeschlossen werden sollen – laufen die Vorbereitungen für die nächsten Stufen der Impfaktion.

  • Artikel
  • Diskussion (3)
Heimbewohner Arnold Koller war einer der ersten, die am Dienstag im Wohnheim Reichenau geimpft wurden. Bürgermeister Georg Willi und Vizebürgermeister Johannes Anzengruber sind erfreut, dass die Impfung angelaufen ist.
© IKM/W.Giuliani

Innsbruck – Die Corona-Impfaktion in Innsbruck ist diese Woche voll angelaufen, wie die Stadt in einer Aussendung am Mittwoch informierte. Zunächst werden nun die Bewohner sowie das Personal in den städtischen Wohn- und Pflegeheimen geimpft.

„Unser Ziel ist, möglichst schnell so viele Menschen wie möglich durch die Impfung zu schützen“, so Bürgermeister Georg Willi (Grüne) und der zuständige Vizebürgermeister Johannes Anzengruber (ÖVP). Die Zeit nach den Weihnachtsfeiertagen sei „dazu genutzt worden, die Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort über die Impfung aufzuklären und die notwendigen Einwilligungen einzuholen.“

Heime bis Ende nächster Woche durchgeimpft

Rund 1000 Personen wohnen in den acht Heimen der Innsbrucker Sozialen Dienste (ISD). In dieser Woche wird in den Heimen Reichenau, Innere Stadt sowie am Lohbach geimpft. Im Anschluss folgen Hötting, Pradl, O-Dorf, Saggen und das Heim am Tivoli. Die Impfungen sind kostenfrei und freiwillig.

Im Vorhinein wurden die Bewohner laut ISD-Geschäftsführer Hubert Innerebner ausführlich informiert: „Die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, ist in den Heimen sehr hoch. Das liegt auch an den unzähligen Einzelgesprächen, die unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geführt haben.“

TT-Geburtstag: Jetzt eine von 76 Torten gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet automatisch.

Für die erste Teilimpfung haben sich 70 bis 75 Prozent der Bewohner angemeldet. „Eine genaue Zahl können wir aufgrund der kurzfristigen Anmeldemöglichkeit sowie aus logistischen Gründen noch nicht nennen“, erklärt Innerebner. Durchgeführt werden die Impfungen von den betreuenden Ärzten sowie weiteren, in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer organisierten Medizinern.

Impfstraßen im Aufbau

Parallel zu den Impfungen in den Heimen laufen die Vorbereitungen für die nächste Stufe der städtischen Impfaktion. Per Brief werden in den kommenden Tagen alle rund 6900 Über-80-Jährigen in Innsbruck über die Impfmöglichkeit verständigt. Die Impfungen werden dann so rasch wie möglich durch die niedergelassenen Hausärzte vorgenommen.

Für diese und die weiteren, großflächigen Impfungen der übrigen Bevölkerungsgruppen arbeitet die Stadt am Aufbau von Impfstraßen. Analog zu den bereits im Dezember erprobten Teststraßen soll an den Standorten bei der Messe und im Congress eine „schlagkräftige Impflogistik“ etabliert und die Bevölkerung außerdem laufend über den Stand der Impfungen informiert werden.

„Die Impfstraßen sind in einem Ballungsraum wie Innsbruck entscheidend“, betonen Bürgermeister Willi und sein Vize Anzengruber. Ein Abwickeln nur durch Hausärzte würde „zu viele Ressourcen zu Lasten der Gesundheitsversorgung binden und würde auch zu lange dauern“. (TT.com, OTS)


Kommentieren


Schlagworte