Swarovski schließt 33 von 102 Shops in Österreich

Die Umstrukturierung des Tiroler Kristallkonzerns trifft nun auch die Outlets des Unternehmens in Österreich. Swarovski-Chef Robert Buchbauer setzt auf weniger, aber größere Geschäfte. 33 der 102 Shops werden geschlossen.

Jeder dritte Swarovski-Shop in Österreich fällt dem Sparstift zum Opfer.
© Thomas Böhm

Wattens – Was bereits im Vorjahr angekündigt wurde, wird jetzt offenbar umgesetzt: Nach dem massiven Mitarbeiterabbau im vergangenen Jahr am Hauptstandort Wattens schreitet der Kristallkonzern Swarovski nun auch zu einer drastischen Reduktion seiner Shops. In Österreich werden 33 der insgesamt 102 Geschäfte gestrichen, bestätigte der Konzern der APA am Donnerstag einen Bericht des Wirtschaftsmagazins trend. Weltweit sollen rund 750 der insgesamt 3.000 Shops betroffen sein.

Dabei betreffe es in etwa zu gleichen Teilen die selbst betriebenen und die Franchisegeschäfte – derzeit je 1500. „Wir werden unser Distributionsnetzwerk anpassen – etwas weniger, dafür aber größere Geschäfte", erklärte Swarovski-CEO Robert Buchbauer laut dem Bericht. Nähere Angaben zu den genauen Gründen für die Ansetzung des Sparstifts waren seitens des Konzerns vorerst nicht zu erfahren. Zudem seien die zahllosen Social-Media-Auftritte des Unternehmens inzwischen vereinheitlicht worden, im Februar soll eine neue Markenkampagne starten.

1600 Jobs werden noch gestrichen

Swarovski befand sich wegen des massiven Stellenabbaus im vergangenen Jahr in regelmäßigen Abständen in den Negativschlagzeilen. Der Kristallkonzern hatte im Juli angekündigt, in Wattens von den derzeit noch bestehenden 4600 Stellen weitere 1000 abzubauen. Mittelfristig würden am Hauptsitz rund 3000 Menschen beschäftigt sein. Denn bis 2022 soll sich der Mitarbeiterstand noch einmal um 600 Stellen verringern.

Zudem kam es zu heftigen familieninternen Streitigkeiten rund um Ausrichtung des Konzerns und eine neue Konzernstruktur. Schließlich erfolgte im Oktober bei der Gesellschafterversammlung eine Abstimmung über die Änderung der Unternehmensstruktur. Rund 80 Prozent der Gesellschafter stimmten dafür. (TT.com, APA)

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