Vermeintliche US-Renntaube "Joe" wird in Australien doch nicht getötet

Eine Wende gibt es in dem international beachteten Fall einer Taube, die von den USA nach Australien geflogen sein soll. Neue Untersuchungen zeigen, dass die Taube doch einheimisch sein soll. Nun soll sie doch nicht eingeschläfert werden. Das war aus Hygienegründen geplant gewesen.

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(Symbolfoto)
© pixabay

Melbourne – Eine vermeintlich aus den USA bis ins australische Melbourne gereiste Renntaube steht vor ihrer Begnadigung: "Joe" sollte eigentlich wegen Missachtung der Quarantäneregeln am Freitag eingeschläfert werden, doch kurz davor fanden Experten nach eigenen Angaben heraus, dass der Vogel gar nicht aus den USA stammt.

Bei dem Ring, der ihn als eine seit einem Flugwettbewerb im 15.000 Kilometer entfernten Alabama vermisste Brieftaube ausweist, ist demnach vermutlich ein aus dem Internet heruntergeladenes Imitat. Nach Angaben von Lars Scott vom Taubenretterverein in Melbourne handelt es sich außerdem bei "Joe" um keine Renntaube aus US-Zucht, sondern um eine einheimische Taubenart. Diese sei gar nicht in der Lage, lange Flugstrecken zurückzulegen, sagte Scott. Laut dem US-Renntauben-Verband erkennt der vermeintliche Besitzer zudem die Taube nicht wieder.

"Joe", wie er von seinem australischen Finder Kevin Chelli-Bird in Anlehnung auf den künftigen US-Präsidenten Joe Biden getauft wurde, sollte eingeschläfert werden, da er als "Eindringling" aus den USA ein Risiko für Australiens Tierwelt darstellte. Einer Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums zufolge soll nach den neuen Erkenntnissen nun seine Herkunft aber genauer untersucht werden.

Kurz zuvor hatte sich Australiens Vize-Regierungschef Michael McCormack noch unbarmherzig gezeigt. Sollte "Joe" tatsächlich die Einreiseregeln verletzt haben - dann sei das eben "Pech", erklärte er: "Flieg' entweder nach Hause oder trage die Konsequenzen." (APA, AFP)

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