Reh gerissen: Erstmals Luchs in Tirol genetisch nachgewiesen

Fotos von Luchsen gab es in den vergangenen Jahren aus den Bezirken Landeck und Reutte schon öfter. In Weißenbach konnte nun ein Tier anhand von DNA-Proben nachgewiesen werden.

Dieser Luchs wurde 2016 im Gemeindegebiet von Fließ fotografiert.
© TJV/Grünauer

Innsbruck – Seit 2016 werden in Tirol immer wieder Luchse gesichtet. Nun konnte erstmals eine Raubkatze genetisch nachgewiesen. Die Probe stammte von einem gerissenen Reh in Weißenbach. Nutztierrisse durch Luchse sind in Tirol bislang keine bekannt.

Zum ersten Mal tauchte ein Luchs 2016 in Fließ auf. 2019 wurde dann insgesamt vier Mal – drei Mal in Kappl und einmal in Fiss – ein Tier fotografiert. Im vergangenen Jahr entstanden Aufnahmen in Grins und in Vorderhornbach. Luchse können anhand ihrer Fellzeichnung voneinander unterschieden werden. Laut Aussendung des Landes sind mindestens vier verschiedene Tiere in Tirol gewesen. Bei dem jetzt in Weißenbach nachgewiesenen Luchs dürfte es sich wohl um den aus Vorderhornbach handeln, vermuten die Experten. Ein Abgleich ist aber nicht möglich, da es kein Foto aus Weißenbach gibt.

Die in Tirol nachgewiesenen Luchse stammen – soweit bestimmbar – bisher alle von der Luchspopulation in der Nordostschweiz. Sie sind von Westen über Vorarlberg bzw. den an den Bezirk Landeck angrenzenden Kanton Graubünden ins Land gekommen.

Wolf riss Reh in Zams

Kurz vor Weihnachten wurde in Zams ein gerissenes Reh entdeckt. Der Amtstierarzt entnahm Proben. Die Analyse ergab, dass das Tier von einem Wolf gerissen worden war. Die DNA sei typisch für Wölfe aus der italienischen Population. Im vergangenen Jahr wurden mehrmals Wölfe in Bezirk Landeck nachgewiesen. Ob es sich um einen von ihnen handelt, könne laut Aussendung des Landes noch nicht gesagt werden. Das Ergebnis der Genotypisierung steht noch aus. (TT.com)


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