Matt zählt neben Schwarz und Feller zu den Sieganwärtern in Flachau

Adelboden-Sieger Marco Schwarz und Manuel Feller prägten bislang den Slalom-Winter. In Flachau könnte auch für Michael Matt die große Stunde schlagen. Marcel Hirscher steht derweil im Audi-Talk am Samstag (im Livestream auf TT.com) Rede und Antwort.

Michael Matt bewies aufsteigende Form und verspürt dennoch Luft nach oben.
© gepa

Von Max Ischia

Flachau – Dass Manuel Feller die „Hermann-Maier-Piste“ aufgrund deren überschaubarer Neigung als „Märchenwiese“ bezeichnete, blieb nicht ohne Widerhall. Auch der Fieberbrunner selbst relativierte auf Instagram: „Umso einfacher der Hang, umso schwieriger wird es, auf dem Podium zu landen. Risikobereitschaft ist gefragt, um da ein Wörtchen mitzureden.“

Manuel Feller relativierte seine Aussage vom Märchenhang auf Instagram.
© Instagram/Feller

Diesbezüglich wird der Fieberbrunner widerspruchslos bleiben. „Ich glaube, dass Flachau ein lässiger Hang ist, und vor allem mit der Kurssetzung kann man ja viel machen“, sagte Michael Matt, der nach missglücktem Auftakt zuletzt zweimal als Vierter knapp am Podest vorbeigecarvt war. Zweimal nach einer bemerkenswerten Aufholjagd im Entscheidungsdurchgang. Nicht allein für ÖSV-Technik-Coach Marko Pfeifer ist der Arlberger beim bevorstehenden Slalom-Doppel am Samstag (9.30/12.30 Uhr) und Sonntag (10.30/13.45/jeweils live TT.com-Ticker) ein absoluter Siegeskandidat. Nachsatz: „Wenn er zwei starke Läufe runterbringt.“

Matt, keiner der zwingend große Töne spuckt, ortete zuletzt in Zagreb einige „geile Schwünge“. Und auch die Buchmacher von tipp3 zählen den Flirscher beim anstehenden Technikdoppel mit einer Siegesquote von 10,0 zum engeren Favoritenkreis. Hinter Marco Schwarz (4,5), Manuel Feller, Linus Strasser (je 6,0), Clement Noel (7,0), Henrik Kristoffersen (9,0), aber noch vor Saisonauftaktsieger Ramon Zenhäusern (13,0). Wie überhaupt sich dies Slalomweltspitze eng wie lange nicht zusammengeschoben hat. Jeder aus den Top 30 hat das Rüstzeug für die Top-5-Platzierungen. Und dass es mit Zenhäusern (SUI/Alta Badia), Henrik Kristoffersen (NOR/ Madonna di Campiglio), Linus Straßer (GER/Zagreb) und zuletzt Schwarz (Adelboden) vier unterschiedliche Saisonsieger gegeben hat, passt ins Bild.

Flachau maßgeschneidert für Schwarz?

Für den Mann in Rot scheint Flachau wie maßgeschneidert zu sein, zumal Schwarz in flachen Abschnitten den vielleicht größten Grundspeed hat. Und weil er auch ein Meister der Übergänge ist und wie kein anderer die finalen Tore fährt, sollte der Weg zum Sieg nur über ihn führen. Seinen Torlauf-Premierenerfolg im Berner Oberland nahm Schwarz beinahe pragmatisch zur Kenntnis: „Es heißt fleißig weiterzuarbeiten. Im Prinzip fängt es beim nächsten Rennen wieder von null an.“

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Erinnerungen an Flachau hat der Kärntner so wie viele seiner Kollegen keine, schließlich ist der letzte Herren-Event bereits neun Jahre her. Die bisherigen Sieger hießen Alberto Tomba (ITA/1996), Kostelic (CRO/2002 und 2011), Kalle Palander (FIN/Jänner 2004) und Giorgio Rocca (ITA/Dezember 2004). Für die drei zweiten Plätze des ÖSV sorgten Mario Reiter (1996), Manfred Pranger (2004) und Rainer Schönfelder (2004).

🎥 Marcel Hirscher im Audi-Talk auf TT.com

Ursprünglich hätte der Audi-Talk mit Marcel Hirscher am Samstag im rundum erneuerten Kitzbüheler Starthaus stattfinden sollen. Aufgrund der Verlegung der beiden Kitzbühel-Torläufe nach Flachau nimmt Österreichs Ski-Superstar in Salzburg im roten Ledersitz Platz, spricht unter anderem mentale Hürden und Herausforderungen an, plaudert über schlaflose Nächte und beschreibt seine Sehnsüchte nach Normalität. Der von Stefan Steinacher moderiete Talk ist ab 16.00 Uhr im Livestream auf TT.com mitzuverfolgen.


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