Transit: Platter reagiert ablehnend auf Protestschreiben

Italiens Verkehrsministerin Paola De Micheli und ihr deutscher Amtskollege Andreas Scheuer hatten in einem gemeinsamen Schreiben an EU-Verkehrskommissarin Adina Valean gegen die Verschärfung der Tiroler Transit-Maßnahmen protestiert.

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© Böhm

Innsbruck/Rom/Berlin – Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) reagiert ablehnend auf den Protest Italiens und Deutschlands bei der EU-Kommission gegen die Tiroler Transit-Maßnahmen. Die Verschärfung des Nachtfahrverbots mit 1. Jänner sei "keineswegs überfallsartig erfolgt", sondern bereits lange zuvor bekannt gewesen, so Platter am Samstagabend in einer Aussendung. "Ein Aufweichen der Tiroler Anti-Transitpolitik" komme für ihn nicht infrage.

Für den Tiroler Landeshauptmann "verdichtet sich leider der Eindruck, dass die Frächterverbände im Windschatten der Corona-Pandemie mit allen Mitteln versuchen, die Tiroler Transitbeschränkungen zu kippen." Der Transit habe auch im vergangenen Jahr kaum abgenommen, im Dezember 2020 sei mit 184.000 Lkw an der Mautstelle Schönberg gar ein neuer Rekordwert verzeichnet worden, erklärte er.

Italiens Verkehrsministerin Paola De Micheli und ihr deutscher Amtskollege Andreas Scheuer hatten in einem gemeinsamen Schreiben an EU-Verkehrskommissarin Adina Valean gegen die Verschärfung der Tiroler Transit-Maßnahmen protestiert. Sie bezeichneten die von Tirol beschlossenen Einschränkungen im Bereich des Nachtfahr- und Euroklassenfahrverbots als "unangebracht und unannehmbar", diese würden gegen das Prinzip des freien Verkehrs verstoßen und sich wettbewerbsverzerrend auswirken. Tirol habe die Maßnahmen ergriffen, ohne sich mit anderen Ländern des Alpenraums abzusprechen.


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