Die Saga der Starkenberger: Tiroler Autor veröffentlicht bald Teil 3 der Romanreihe

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Der Historiker Tobias Pamer hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der Starkenberger in einer Romanreihe zu erzählen.
© Paschinger

Tarrenz – Starkenberger? Oberländer Bier aus Tarrenz, klar. So lautet meist die Antwort. Aber „Starkenberger“, das war einmal viel mehr. Das war ein Rittergeschlecht, das in der ersten Reihe des Tiroler Adels stand. So manche Gemeinde im Oberland und Außerfern verdankt ab 1217 ihre Erstnennung einer Urkunde aus diesem mächtigen Haus. Ihre Grablege hatten die Starkenberger im Stift Stams – bei den Landesfürsten. Ihr Siegel ist auf jener Urkunde zu finden, mit der Margarethe Maultasch das Land Tirol an die Habsburger übergab. Tausende Höfe standen in ihrem Besitz, 33 Burgen vom Außerfern bis Meran gehörten zu ihrem Machtbereich. Die Kronburg war und ist ihr Wahrzeichen im Oberland. Dann legten sie sich aber mit dem Landesfürsten an – mit der Folge, dass sie ihren Besitz verloren. Die Streitschrift „Starkenberger Rotulus“ legt Zeugnis über diese Zeit und Hintergründe ab. Letztlich erlosch das Geschlecht 1452 im Mannesstamm.

Der Historiker und Jungautor Tobias Pamer aus Tarrenz hat es sich zur Aufgabe gemacht, Licht in das Dunkel dieser Tiroler Epoche zu bringen. Dafür hat er eine Kunstfigur – Konrad von Gebratstein – erfunden und lässt ihn als Gefolgsmann der Starkenberger in die mittelalterliche Welt eintauchen. Mit den „Blutballaden“ und dem „Habichtskrieg“ sind bereits zwei Bücher erschienen. Der dritte Teil nun, der „Fürstenspiegel“, steht vor der Veröffentlichung. „Spätestens zu Ostern soll er erscheinen“, verspricht Tobias Pamer seiner wachsenden Fangemeinde.

Pamer lässt seinen Roman in der Endzeit der Starkenberger spielen. Und auch im „Fürstenspiegel“ kommt er noch nicht zum Showdown, als nämlich Landesfürst Friedl mit der leeren Tasche 1415 die Burg Starkenberg in Tarrenz belagert. „Es kommen einfach immer neue Details dazu“, spricht er von einer äußerst spannenden Zeit.

Drei Jahre hat Pamer an diesem neuen und 312 Seiten starken Buch gearbeitet, das wieder im Ehrenbergverlag erscheinen wird. Das vergangene Jahr führte allerdings zu manchen Corona-Pannen. „Ich konnte auch keine Lesungen machen, um Gelder zur Bezahlung der Mitarbeit am Buch – wie Covergestaltung oder Trailer – zu lukrieren.“ Daher hat er unter www.startnext.com/fuerstenspiegel eine besondere Aktion gestaltet: Hier kann man das neue Buch vorbestellen und erfährt Hintergründe. Um 30 Euro gibt es eine persönliche Widmung dazu und um 100 Euro wird man auch im E-Book namentlich erwähnt. Erstes Ziel ist es, die offenen Kosten zu begleichen. In Tarrenz steht man hinter dem Projekt. Auch auf der Gemeinde-Homepage wurde der Aufruf verlinkt. Außerdem formiert sich ein Verein „Kuratorium Starkenberg“. (pascal)

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