Ski-Exil-Tiroler Baumann: „Das Podium bleibt mein Ziel“

Ungeachtet seines Wechsels zum Deutschen Skiverband bleibt die Hahnenkammabfahrt das Heimrennen des Hochfilzners Romed Baumann. Der 35-Jährige, heute der einzige Tiroler, steckt sich sein Ziel hoch.

Romed Baumann kennt sich auf der Streif aus. Was kann der DSV-Legionär in den beiden Kitzbühel-Abfahrten nach Hause fahren?
© GEPA pictures/ Patrick Steiner

Geht man recht in der Annahme, dass Sie noch nie mit so einer guten Form nach Kitzbühel kamen?

Romed Baumann: Ich war in früheren Jahren immer wieder einmal gut in Form, aber zuletzt war ich nicht so gut drauf wie heuer.

Das weckt hohe Erwartungen. Wollen Sie bester Österreicher werden?

Baumann: Das muss man werden, wenn man aufs Podium will – und das bleibt auf jeden Fall das Ziel.

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Ein Podiumsplatz in Kitzbühel wäre für Sie nach dem Nationenwechsel eine ganz besondere Sache.

Baumann: Ich werde mein Bestes geben, dass ihr Journalisten eine gute Geschichte bekommt.

Viele Läufer sprachen davon, dass die Streif heuer besonders zahm sei. Sehen Sie das auch so?

Baumann: Mir gefällt es jedenfalls, denn früher war es teilweise wirklich sinnlos, da passierte immer wieder etwas. Jetzt hat man in der Präparierung die nötige Sensibilität, man hat die Strecke gut im Griff.

Im Training hatte man das Gefühl, dass Sie wie andere Spitzenläufer auch nicht aufs Ganze gingen.

Baumann: Ich wollte zunächst einmal ein Gefühl für die Strecke aufbauen, deshalb habe ich bewusst rausgenommen. Vom Zielsprung wusste ich, dass er sehr weit gehen würde, da muss man im Abschlusstraining nichts riskieren.

Durch die Pandemie findet Kitzbühel heuer nur in einer abgespeckten Version und ohne Zuschauer statt. Inwiefern stimmt Sie das traurig?

Baumann: Früher musste man nicht auf die Zeittafel schauen, wenn man im Zielstadion ankam. Da wusste man durch die Reaktion der Fans, ob man nun schnell oder langsam war. Natürlich ist es schade, dass man heuer ohne Publikum fährt, aber auf der anderen Seite müssen wir froh sein, dass überhaupt Rennen stattfinden können.

Das Interview zeichnete Florian Madl auf


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