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Innsbrucker Festwochen öffnen die Opern-Schatzkiste

Die 45. Innsbrucker Festwochen von 13. Juli bis 29. August 2021 stellen traditionell die Oper ins Zentrum ihres Programms, das im Frühjahr präsentiert wird. Ein Geheimnis wird bereits jetzt gelüftet.

Festwochen-Intendant Alessandro De Marchi und das Festwochenorchester werden dem Publikum einen Opernabend voll Drama, Liebe und schöner Musik bereiten.
© Innsbrucker Festwochen/Birgit Gufler

Mehr als 70 Opern wurden bereits bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik aufgeführt. Viele vergessene und bis dato unbekannte Stücke waren dabei. Eine Besonderheit des Musikfestivals, das jährlich ein internationales Publikum nach Innsbruck lockt und weltweit Beachtung findet.

Eine Schatzsuche

Für die Oper, die 2021 aufgeführt wird, begann Festwochen-Intendant Alessandro De Marchi bereits vor zwei Jahren zu recherchieren: „Am Anfang steht die Suche in den Archiven und Bibliotheken. Oft war ich in Neapel, das im 16. Jahrhundert durch die Neapolitanische Schule ein Zentrum für Opern war und ein großes Repertoire von unbekannten Komponisten besitzt.“

Die Digitalisierung erleichtert die einer Schatzsuche ähnelnde Recherche ungemein: „Es ist nicht ungewöhnlich, dass ich tagelang mit dem Tablet am Cembalo sitze und die alten Handschriften erarbeite“, erläutert der gebürtige Italiener. Für die endgültige Entscheidung ist aber auch das Libretto wichtig, erläutert De Marchi: „Wir wollen ja dem Publikum einen schönen Opernabend bieten und die Regie muss die Möglichkeit haben, eine gute Geschichte erzählen zu können.“

„Wer durchhält, siegt“

Im Sommer 2021 wird das Festwochen-Publikum Bernardo Pasquinis Oper „Idalma ovvero chi la dura la vince“ (Idalma oder „Wer durchhält, siegt“) aus dem Jahr 1680 erleben können. Und dabei auch das ein oder andere hören, das bei Pasquinis Partitur fehlte: „Der Komponist hat keine Instrumentierung notiert, weshalb ich zum Beispiel Flötenstimmen komponiert habe“, so De Marchi. Ausgiebige Recherche und gewohnte Expertise ermöglichen es, dass am Ende eine Oper in gewohnter Festwochen-Manier erklingen wird.

Wußten Sie, dass ...

Über die Jahrhunderte haben sich viele Traditionen rund um die Opernbühne entwickelt. So soll es Unglück bringen, sich Glück zu wünschen, weil das die Geister neidisch machen könnte. Stattdessen sagt man „Toi, toi, toi“. Als Reaktion darauf keinesfalls ein „Danke“! Stattdessen lautet die Antwort: „Wird schon schiefgehen“ oder „Hals- und Beinbruch“. Um den restlichen Funken Unheil abzuwenden, empfiehlt es sich, seinem Gegenüber dreimal über die linke Schulter zu spucken – da sitzt nämlich der Teufel. Warum kein Spiegel auf der Bühne hängt und dort weder gegessen noch gepfiffen werden darf sowie das ein oder andere Wissenswerte, ist unter www.altemusik.at nachzulesen.


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