Mann und zwei Kinder tot in Auto: Hinweise auf Brandbeschleuniger

Die Feuerwehr wird zu einem brennenden Auto auf einem Parkplatz an einer deutschen Bundesstraße gerufen. Als die Flammen gelöscht sind, finden die Retter die Leichen von drei Menschen im Wrack, darunter zwei Kinder. Warum sie sterben mussten, versucht die Polizei nun aufzuklären.

(Symbolbild)
© Bodo Schackow

Bad Dürkheim – Rettungskräfte haben die Leichen von einem Mann und zwei Kindern aus einem ausgebrannten Autowrack in Rheinland-Pfalz geborgen. Ermittler haben im Autowrack den Einsatz eines Brandbeschleunigers festgestellt. Das teilte die Staatsanwaltschaft Frankenthal am Freitag auf Nachfrage mit. Ein Sachverständiger habe das Fahrzeug untersucht.

Bei der Obduktion hätten sich keine Hinweise auf Gewalteinwirkungen ergeben, hieß es. „Todesursächlich dürfte höchstwahrscheinlich bei allen drei Personen eine Kohlenmonoxid-Vergiftung in Folge des Brandes gewesen sein.“ Warum das Fahrzeug brannte und warum die drei Menschen das Auto nicht verließen, sei Gegenstand der weiteren Untersuchungen, hieß es. Der Sachverständige schließe einen technischen Defekt am Fahrzeug oder einen Unfall aus.

Auch die toxikologische Untersuchung – also die Suche danach, ob Substanzen wie etwa Betäubungsmittel im Körper nachweisbar sind – dauere an. Hier sei ebenso wie bei der Identitätsfeststellung frühestens nächste Woche mit Ergebnissen zu rechnen. Bei den toten Kindern handelt es sich um ein Mädchen und einen Buben.

Den Polizeiangaben zufolge stand der Wagen auf einem Parkplatz an der Bundesstraße 37 in Flammen, als die Feuerwehr am Dienstagabend eintraf. Nachdem das Auto gelöscht war, hätten die Rettungskräfte den Mann und die Kinder entdeckt. Zuvor hatten Zeugen Polizei und Feuerwehr wegen des brennenden Fahrzeugs informiert. (dpa)

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