WSG Tirol setzte Erfolgslauf mit 3:1 gegen Altach fort

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Auf das 4:2 beim LASK reichte die WSG Tirol einen 3:1-Heimsieg gegen Altach in den Top sechs nach. Die Offensive um Yeboah, Frederiksen und Rieder zauberte in Durchgang eins.

Nikolai Baden Frederiksen.
© EXPA/STEFAN ADELSBERGER

Von Alex Gruber

Innsbruck – Nach dem furiosen 4:2-Sieg beim LASK stellte sich am Mittwoch vor dem Anpfiff auch die Frage, wie die WSG Tirol als vormaliger Abstiegskandidat Nummer eins gegen Altach plötzlich die Favoritenrolle interpretiert und wie viel Potenzial vorhanden ist, das Spiel selbst vermehrt zu gestalten.

Nach einer Trauerminute für Mäzen Gernot Langes gab’s zum Pausentee im Gefrierkasten Tivoli, wo die rote Kugel auf einigen schneebedeckten Flecken rollte, für die WSG eine glatte Eins. Denn nach ersten leichten Fehlern, die nicht nur dem Geläuf, sondern auch der Konzentration geschuldet waren, und einem Weckruf von Cheftrainer Thommy Silberberger („Konzentriert jetzt“), begann das grünweiße Werkl zu laufen. Die erste große Schuss-Chance des starken Flo Rieder konnte Altach-Goalie Kobras zwar noch parieren (11.), nach feinem Doppelpass mit Nikolai Baden Frederiksen traf Kelvin Yeboah aber zum 1:0 (25.). Julian Gölles (30.), der statt des erkrankten Zan Rogelj in der Startelf stand, und David Gugganig (34.) klopften zum zweiten Treffer an, das 2:0 (37.) gelang dann Knipser Frederiksen mit einem Bilderbuch-Volley nach feiner Kombination über Yeboah und Rieder. Dieses Duo reichte im perfekten Zusammenspiel keine zwei Minuten später das 3:0 nach. Es war zauberhaft – nur nicht für die Gäste, die mit ihrem ersten und einzigen Torschuss in Hälfte eins durch Manfred Fischer zum 1:3 (44.) verkürzen konnten.

Der Altacher Wirkungstreffer brachte die Hausherren zu Beginn des zweiten Durchgangs ins Wanken. Gut, dass Aljaz Casar drüberschoss (60.) und die beste Phase der Gäste nicht veredeln konnte. In der Folge konnte sich die WSG wieder stabilisieren, es fehlten aber Nachdruck und Präzision, um nach vorne zwingend zu werden. Das Silberberger-Team spielte den Vorsprung letztlich souverän über die Zeit, hält nach 14 Runden 15 Punkte Vorsprung auf Altach und sechs Zähler auf Platz sieben. Während Altach-Coach Alex Pastoor nicht verstehen konnte, dass sein Team nach dem ersten Gegentor „ohne Kopf“ gespielt hatte, blickt Silberberger gelassen dem Austria-Match entgegen: „Sie müssen fast gewinnen, um an uns ranzukommen.“


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