Viel Schnee und glatte Straßen: Mehrere, teils schwer Verletzte bei Unfällen in Tirol

Nicht nur am Berg, auch im Tal bergen die Niederschläge dieser Tage erhöhte Gefahr. Am Donnerstag kam es auf den schneebedeckten Tiroler Straßen zu mehreren Unfällen mit teils schwer Verletzten.

Bei dem Unfall in Münster waren zwei Autos involviert.
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Kufstein, Achenkirch, Reutte – Auf den teils schneebedeckten Straßen Tirols kam es am Donnerstag zu einigen Unfällen mit mehreren Verletzten – darunter auch eine Jugendliche und drei Kinder. Die eisigen Verhältnisse wurden aber auch zwei Arbeitern im Oberland zum Verhängnis.

In Münster musste eine junge Lenkerin (19) mittels Bergeschere aus ihrem demolierten Auto befreit werden. Sie war in einer Rechtskurve im Ortsgebiet mit dem Pkw eines 32-Jährigen kollidiert. Die beiden wurden ins Schwazer Krankenhaus gebracht.

Aufgrund der prekären Straßenverhältnisse hat am Vormittag auch eine Lenkerin (24) zwischen Kufstein und Thiersee die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren und stieß gegen eine Leitplanke. Durch die Wucht des Zusammenpralls wurde das Auto auf die Gegenfahrbahn geschleudert, wo es nicht nur gegen eine Steinmauer prallte, sondern sich auch mehrmals überschlug. Ein Unfallzeuge barg die 24-Jährige und rief die Rettung. Die Verletzte wurde ins Krankenhaus Kufstein eingeliefert.

Jugendliche und drei Kinder im Zillertal verletzt

Im Zillertal war die Achenseestraße (B181) Schauplatz von zwei Verkehrsunfällen. Leichte Verletzungen zog sich eine 17-jährige Autofahrerin zu, die gegen einen Traktor fuhr, der in Achenkirch gerade mit der Schneeräumung zu Gang war. Gegen 13.20 Uhr kollidierte dann ein Lkw-Fahrer (38) in Strass frontal mit einem entgegenkommenden Pkw. Zuvor war er in einer leichten Rechtskurve zu weit auf die Gegenfahrbahn geraten und hatte dort eine Betonleitwand touchiert.

Die Unfallstelle in Strass.
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In dem Pkw saßen drei Kinder im Alter von vier, acht und zehn Jahren sowie die 36-jährige Lenkerin. Alle vier wurden nach der Erstversorgung in das Schwazer Krankenhaus bzw. die Klinik nach Innsbruck gebracht. Der Wagen, in dem sie saßen, ist ein Totalschaden. Der Fahrer des Lastwagens blieb unverletzt, er war nicht alkoholisiert.

Fatales Überholmanöver im Kurvenbereich

Eine kurzzeitige Sperre der Felbertauern Mautstraße zog am späteren Nachmittag ein Unfall in Matrei nach sich. Mit aufgrund der schneeglatten Fahrbahn teils durchdrehenden Rädern lenkte ein 34-Jähriger sein Sattelfahrzeug im Schritttempo bergwärts in Richtung Mittersill. Zwei nachkommende Sattelzugfahrzeuge mit Auflegern fuhren trotz des Kurvenbereiches auf der Gegenfahrbahn an dem langsam fahrenden Sattelzugfahrzug vorbei, um nicht selber auf der schneeglatten Fahrbahn stehen zu bleiben.

Als eine entgegenkommende Pkw-Lenkerin (39) deswegen bremsen wollte, geriet ihr Auto ins Schleudern und kollidierte mit einem der Sattelzugfahrzeuge. Während eine im Pkw mitfahrende 45-Jährige und deren Sohn (6) unverletzt blieben, musste die 39-Jährige von der Rettung ins Krankenhaus nach Lienz gebracht werden.

Schwer verletzte Arbeiter im Oberland

In Reutte verletzte sich ein 57-Jähriger, während er versuchte, mit einem Bagger Schnee auf einem Firmengelände zu räumen. Als er mit der Baggerschaufel hängen blieb, stürzte der Mann nach vorne und schlug mit dem Brustbereich gegen das Lenkrad. Durch die Wucht des Aufpralls zog er sich dabei eine Rückenverletzung zu. Der Mann wurde an der Unfallstelle erstversorgt und aufgrund der Schwere der Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum nach Murnau gebracht.

Zu einem weiteren Arbeitsunfall kam es in Obergurgl. Ein 46-Jähriger war gerade mit Abrissarbeiten beschäftigt, als die Leiter, auf der er stand, plötzlich auf dem eisigen Untergrund wegrutschte. Durch den Sturz erlitt der Mann schwere Verletzungen am Oberkörper und Rücken. Ein Notarzthubschrauber flog ihn ins Zammer Krankenhaus. (TT.com)


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