Knapp an Katastrophe vorbei: Zwei Verletzte bei Dachlawine in Lienz

Am Samstag löste sich von der Lienzer Klosterkirche eine große Dachlawine. Die Schneemassen drangen auf der gegenüberliegenden Straßenseite in ein Haus ein. Wie durch ein Wunder wurde niemand schwer verletzt.

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Aus der Vogelperspektive: Die Dachlawine verschüttete die Straße.
© Brunner Images

Von Christoph Blassnig

Lienz – Die Eltern und ihre beiden Kinder (zweieinhalb Jahre und zwei Monate alt) haben am Samstag großes Glück gehabt. Um 9.38 Uhr löste sich vom relativ steilen Dach der Klosterkirche in Lienz nach Süden hin eine Dachlawine und donnerte auf die Muchargasse. Dabei durchschlugen die Schneemassen sogar zwei Fenster einer Wohnung im ersten Stock eines gegenüberliegenden Hauses.

Polizisten, Bergretter und Feuerwehrmänner durchsuchten die Schneemassen.
© Brunner Images / Philipp Brunner

In der Wohnküche dort befand sich gerade eine Mutter mit ihrem Baby, ihr Ehemann und das zweite Kind waren im angrenzenden Schlafzimmer. Durch die Wucht des Aufpralls wurden die Fensterflügel in das Gebäude gedrückt. Der Schnee stand in der Küche bis zur Höhe der Anrichte, die Mutter und ihr Kind wurden auf der Couch zum Teil verschüttet. „Wir waren geschockt“, berichtete der Vater, der seiner Frau und dem Baby sofort zu Hilfe eilte. Nachbarn alarmierten die Einsatzkräfte und halfen beim Räumen der Wohnung.

Beim Aufheben der Fenster trug der Familienvater Schnittverletzungen davon, seine Frau dürfte seitlich Prellungen erlitten haben. Das Baby wurde im BKH Lienz untersucht, blieb jedoch unverletzt. Die Stadt hat sofort eine Übergangswohnung bereitgestellt. Die Straße ist dort üblicherweise sehr belebt, wie durch ein Wunder war zum Unglückszeitpunkt niemand unterwegs.

Durch diese Fenster drangen die Schneemassen in die Wohnung ein. Ein Feuerwehrmann barg das Baby, das unverletzt blieb.
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