Gut zu wissen: So funktioniert die Impf-Voranmeldung in Tirol

Seit wenigen Wochen werden in Österreich Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Nun gibt es auch in Tirol die Möglichkeit, sich für eine Impfung vormerken zu lassen. Alles was man dazu wissen muss, finden Sie in unserem „Gut zu wissen".

Ab Mai/Juni soll die allgemeine Bevölkerung die Möglichkeit zur Impfung bekommen.
© GEORG HOCHMUTH

📅 Wann kann man sich für eine Covid-Impfung vormerken lassen?

Seit Sonntag, 31. Jänner 2021, können sich impfwillige Personen für eine Corona-Schutzimpfung vormerken lassen. Der offizielle Start ab dem 1. Februar 2021 wurde vorgezogen, um den Ansturm zu entzerren. Die Möglichkeit zur Voranmeldung gilt für impfwillige Personen, die in Tirol wohnhaft oder berufstätig sind und eine österreichische Sozialversicherungsnummer haben, unverbindlich unter www.tirolimpft.at. Konkret werden damit in einem ersten Schritt Impfwilligkeit, Impfstandort-Präferenzen sowie weitere persönliche Angaben vermerkt. In weiterer Folge werden diese Daten an die entsprechenden Impfstandorte übermittelt – vorgemerkte Personen erhalten an die von ihnen bekannt gegebenen Kontaktdaten Informationen, sobald die Impfstoffe verfügbar oder Terminbuchungen möglich sind.

„Dies wird aufgrund der aktuell begrenzt verfügbaren Impfstoffe noch etwas Geduld erfordern – jedoch werden alle zur Verfügung stehenden Impfstoffe schnellstmöglich verimpft. Eine Kontaktaufnahme zur Terminvereinbarung vonseiten der impfwilligen Personen mit den Impfstandorten bzw. Ärztinnen und Ärzten soll zum jetzigen Zeitpunkt nicht erfolgen“, betont Elmar Rizzoli, Leiter des Einsatzstabes CORONA des Landes.

🏃 Bekomme ich die Impfung früher, wenn ich mich so früh wie möglich anmelde?

Der Zeitpunkt der Vormerkung unter www.tirolimpft.at hat keinen Einfluss auf eine allfällige Reihung. Diese wird ausschließlich auf Basis der Tiroler Impfstrategie und entsprechender Priorisierungen bzw. je nach Verfügbarkeit der Impfstoffe durchgeführt. „Diese Vorgehensweise ist für zielgerichtete Planungen wichtig, da die Impfstoffe derzeit noch begrenzt zur Verfügung stehen und in Tranchen angeliefert werden. Auf Basis der Tiroler Impfstrategie bzw. ihrer Phasen werden die Vormerkungen abgearbeitet“, erklärt Rizzoli.

🧓 Kann ich jemanden für die Impfung anmelden?

Eine Vormerkung ist für die eigene Person oder auch für Angehörige bzw. Vertrauenspersonen möglich. Nachdem persönliche Daten eingegeben wurden, können sich Interessierte für Impfstandorte vormerken lassen.

🏥 Für welche Impfstandorte kann ich mich vormerken lassen?

Zur Auswahl stehen

📍 Impfstationen

  • Messehalle Innsbruck
  • Klinik Innsbruck
  • Landeskrankenhaus Hall
  • Bezirkskrankenhaus Kufstein
  • Bezirkskrankenhaus St. Johann
  • Bezirkskrankenhaus Lienz
  • Bezirkskrankenhaus St. Vinzenz in Zams
  • MedAlp Sportclinic Imst
  • Sanatorium Kettenbrücke
  • Reha Münster
  • Privatklinik Hochrum
  • Kursana Wörgl
  • Stadtsaal Landeck

📍 Kundenservice-Stellen der Österreichischen Gesundheitskasse in

  • Imst
  • Kitzbühel
  • Kufstein
  • Landeck
  • Lienz
  • Reutte
  • Telfs
  • Wörgl

📍 Zusätzlich können bei über 500 teilnehmenden niedergelassenen ÄrztInnen Covid-Impfungen vorgenommen werden. Die Auswahl des gewünschten Arztes erfolgt im Rahmen der unverbindlichen Vormerkung.

Weitere Impfstandorte werden nach Bedarf und Möglichkeit ergänzt.

💉 Bin ich mit einer Voranmeldung schon für die Impfung angemeldet?

Nein. Zu beachten ist, dass es sich im einem ersten Schritt um eine Vormerkung handelt. Alle vorgemerkten Personen erhalten eine Nachricht, sobald der Impfstoff in Tirol für ihre Personengruppe (entsprechend der Tiroler Impfstrategie) zur Verfügung steht. Eine konkrete Terminbuchung erfolgt daher zu einem späteren Zeitpunkt. Weiters werden Impfwillige die Möglichkeit haben, sich gegebenenfalls einer Berufs- oder Risikogruppe zuzuordnen. Diese Daten dienen auch der Kategorisierung für weiterführende personalisierte Informationen an die Bevölkerung.

✉️ Wer informiert mich über die weitere Vorgehensweise?

Die vorgemerkten Personen erhalten zur weiteren Vorgehensweise bzw. konkreten Terminbuchung jedenfalls auf Basis ihrer bekanntgegebenen Daten und Gruppenzugehörigkeiten eine weitere Nachricht an die jeweiligen Kontaktdaten: Personen, die sich für eine Impfstation vorgemerkt haben, erhalten eine Nachricht, wenn sie dort einen konkreten Impftermin einbuchen können. Personen, die sich im niedergelassenen Bereich vorgemerkt haben, werden bei Verfügbarkeit von Impfstoffen vom niedergelassenen Arzt bzw. der niedergelassenen Ärztin direkt kontaktiert. Eine Vormerkung soll ausschließlich über www.tirolimpft.at bzw. in Ausnahmefällen über die 1450 erfolgen.

👴👩 Welche Altersgruppe wird wann geimpft?

Entsprechend dem Tiroler Impfplan ist eine Covid-Impfung für Personen zwischen 65 und 80 Jahre nach derzeitigem Stand und nach Verfügbarkeit der Impfstoffe ab April 2021 vorgesehen. Die allgemeine Bevölkerung soll ab Mai/Juni 2021 geimpft werden.

⚠️ Wie können sich Risikopatienten zur Impfung anmelden?

Risikopatienten werden weiterhin gebeten, sich vorab mit den betreuenden Ärzten hinsichtlich einer Covid-Impfung zu beraten. Sollte bei dem/der betreffenden Arzt/Ärztin keine gesonderte Impf-Liste für (Hoch-)Risikopatienten geführt werden, können sich die Personen ebenfalls über www.tirolimpft.at unter Angabe ihrer Risikogruppenzugehörigkeit unverbindlich vormerken lassen – Mehrfachvormerkungen sollen vermieden werden. Personen, die sich bereits über ihre Einrichtung (wie Altenwohn- und Pflegeheime), ihren Arbeitgeber (beispielsweise Krankenanstalten) oder im Rahmen der Erhebung der Gemeinden für über 80-Jährige für eine Covid-Impfung registriert haben, sollen sich nicht nochmals unter www.tirolimpft.at vormerken lassen.

📞 Wie kann sich jemand ohne Internetverbindung zur Impfung voranmelden?

Personen, die über keinen Internetzugang verfügen bzw. mit dem Internet nicht vertraut sind, können von anderen Personen (beispielsweise Familienangehörige) vorgemerkt werden. In Ausnahmefälle kann eine Impf-Vormerkung auch über die Gesundheitshotline 1450 erfolgen. Die Bevölkerung wird gebeten jedenfalls die Möglichkeit einer Online-Vormerkung in Anspruch zu nehmen und die telefonische Kontaktaufnahme tatsächlich für Ausnahmefälle zu nutzen.

Dies auch vor dem Hintergrund, eine Überlastung der Telefonleitung zu vermeiden und die Kapazitäten für jene Personen freizuhalten, die keine andere Möglichkeit als jene der Telefonvormerkung haben – weil beispielsweise auch keine Angehörigen zur Verfügung stehen, die dies online für sie erledigen könnten. (TT.com)


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