WSG Tirol erkämpfte Punkt und hielt die Austria weiter auf Distanz

Nach frühem Rückstand ging die WSG Tirol bei der Wiener Austria spät mit 2:1 in Führung, musste allerdings postwendend den Ausgleich hinnehmen. In der Tabelle hat die Silberberger-Elf weiter sechs Punkte Vorsprung auf die Veilchen.

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Die WSG und die Austria lieferten sich einen harten Kampf: So wie hier Fabian Koch und Benedikt Pichler.
© EXPA/FLORIAN SCHROETTER

Wien – Die WSG Tirol hielt am Sonntag im Rennen um die Meistergruppe der Top 6 in der Bundesliga einen direkten Konkurrenten auf Distanz. Nach zuletzt zwei Siegen gegen den LASK und Altach holte die Silberberger-Elf gegen die Austria ein 2:2-Unentschieden. Nach einem frühen Treffer von Eric Martel (7.) gelang der WSG durch Nikolai Baden Frederiksen (61.) und Raffael Behounek (85.) die Wende, ehe die Austria durch ein umstrittenes Tor von Benedikt Pichler zumindest noch einen Punkt rettete (87.).

Beide Teams hatten ihre ersten beiden Spiele nach der Winterpause gewonnen, die Austria sogar zu Null. Die Violetten liegen sieben Runden vor Ende des Grunddurchganges nun drei Punkte hinter dem sechstplatzierten WAC auf Platz sieben. Die WSG hat als Tabellenfünfter weiter sechs Zähler auf die Wiener gut.

Oswald-Patzer leitete Wiener Führung ein

Austria-Trainer Peter Stöger setzte im Mittelfeld auf Martel statt Kapitän Alexander Grünwald - und wurde schon nach sechs Minuten belohnt. Der 18-jährige Deutsche verwertete eine Flanke von Georg Teigl nach schlechtem Abschlag von WSG-Goalie Ferdinand Oswald volley zu seinem ersten Bundesliga-Tor. Die Leipzig-Leihgabe, im ersten Austria-Spiel in Ried (1:0) mit Gelb-Rot bedacht und zuletzt gegen die Admira (4:0) gesperrt, musste allerdings schon nach 25 Minuten mit Verdacht auf eine Bänderverletzung im Sprunggelenk vom Platz.

⚽ tipico Bundesliga, 15. Spieltag

Sonntag:

Austria Wien - WSG Tirol 2:2 (1:0)

  • Tore: 1:0 (7.) Martel, 1:1 (61.) Baden Fredriksen, 1:2 (85.) Behounek, 2:2 (87.) Pichler
  • Gelb-Rot: Suttner (91./Foulspiel/FAK)

SKN St. Pölten - WAC 0:2 (0:1)

  • Tore: 0:1 (27.) Joveljic, 0:2 (74.) Liendl

LASK Linz - Rapid Wien 1:2 (1:2)

  • Tore: 0:1 (19.) Grahovac, 1:1 (21.) Holland, 1:2 (23.) Knasmüllner

Samstag:

  • TSV Hartberg - Red Bull Salzburg 0:3 (0:2)
  • SCR Altach - SK Sturm Graz 2:1 (2:1)
  • SV Ried - FC Admira 0:0

Zu diesem Zeitpunkt war auch Grünwald bereits im Spiel, weil Thomas Ebner der Oberschenkel zwickte. Die Austria strahlte vorerst dennoch mehr Gefahr aus, attackierte früh. Einen Heber von Manprit Sarkaria köpfelte Nemanja Celic aber von der Linie (29.). Die beste WSG-Chance vor der Pause fand Kelvin Yeboah vor, dessen Schuss Austria-Keeper Patrick Pentz parierte (10.). Dazu reklamierten die Tiroler einmal ungehört Handspiel von Christoph Schösswendter im Austria-Strafraum (39.).

Nach Seitenwechsel vergaben die Wiener Chancen im Minutentakt - das sollte sich rächen. Einen Sarkaria-Freistoß drehte Oswald über die Latte (55.), bei Sarkarias Versuch vom Fünfereck reagierte der Wattens-Kapitän ebenfalls stark (57.), und auch gegen Benedikt Pichler war Oswald auf dem Posten (58.).

Baden Federiksen setzte seine Tor-Serie fort

Auf der Gegenseite verfehlte Baden Frederiksen erst noch mit einem Gewaltschuss das Gehäuse (59.), zwei Minuten später schlug der Däne aber nach Ballverlust von Stephan Zwierschitz und Idealpass von Celic zu. Für die Juventus-Leihgabe war es das achte Saisontor, das vierte im dritten Frühjahrsspiel. Frederiksen vergab wenig später die Großchance auf das 2:1. Der 20-Jährige scheiterte nach Zuspiel des eingewechselten Zlatko Dedic an Pentz (73.).

Wir haben die ersten 15 Minuten verschlafen und sind verdient in Rückstand geraten. Danach haben wir das Spiel besser unter Kontrolle gehabt. Spätestens nach dem 1:1 waren wir besser und müssen uns ärgern, dass wir die Führung nicht über die Zeit gebracht haben.
Raffael Behounek, WSG-Torschütze

Ein strafbares Handspiel von Wattens' Benjamin Pranter im eigenen Strafraum wurde sehr zum Ärger von Stöger nicht geahndet, im Finish überschlugen sich dann fast die Ereignisse: Erst löste Behounek mit seinem ersten Bundesliga-Tor nach einer Dedic-Flanke, die Pentz mit der Latte unglücklich zu ihm gelenkt hatte, Wattener Freudenstürme aus. Zwei Minuten später schlug Pichler nach Querpass des eingewechselten Aleksandar Jukic - wohl aus leichter Abseitsposition - zurück. Der Austria-Stürmer hat damit in vier Ligaspielen in Folge ein Tor erzielt.

In der Nachspielzeit wurde noch Austria-Routinier Markus Suttner nach zwei Gelben Karten in kurzer Zeit ausgeschlossen (91.). Am Ergebnis änderte sich nichts mehr. Die WSG holte nach zuletzt drei Niederlagen in Duellen mit der Austria erstmals wieder einen Punkt - es könnte ein sehr wichtiger im Rennen um die Meistergruppe sein.

Auswärtssiege für den WAC und Rapid

Im zweiten Sonntagnachmittagsspiel bezwang der WAC durch Tore von Joveljic (27.) und Liendl (74.) den SKN St. Pölten 2:0. Für die Kärntner waren es die ersten Tore und der erste Sieg im Kalenderjahr 2021.

Im Sonntagsschlager der 15. Runde hatte am Abend Rapid Wien gegen den LASK das bessere Ende für sich. Die Hütteldorfer setzten sich durch Treffer von Grahovac (19.) und Knasmüllner (23.) mit 2:1 durch. Den Hausherren gelang durch Holland (21.) lediglich der zwischenzeitliche Ausgleich. In der Tabelle ist Rapid weiter mit einem Punkt Rückstand auf Leader Salzburg Zweiter. der LASK liegt auf Platz vier. (TT.com, APA)

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