Hunderte Norweger können nach Erdrutsch in Häuser zurückkehren

"Das ist ein Teil des langen Wegs zur Normalität", erklärte Gemeindeleiter Anders Ostensen. Knapp 200 Menschen müssen dagegen noch fernab ihrer Häuser ausharren.

Am 30. Dezember kam es zu dem mehrere hundert Meter langen und breiten Erdrutsch.
© GORM KALLESTAD

Oslo – Nach dem verheerenden Erdrutsch kurz vor dem Jahreswechsel dürfen Hunderte Norweger in die betroffene Gemeinde Gjerdrum zurückkehren. Rund 600 aus dem Umkreis des Katastrophengebiets in Sicherheit gebrachte Einwohner können nach einer neuen Behördeneinschätzung zur Bodenbeschaffenheit am Mittwochnachmittag zurück in ihre Unterkünfte, wie die Polizei und die Gemeinde am Montag mitteilten. „Das ist ein Teil des langen Wegs zur Normalität“, erklärte Gemeindeleiter Anders Østensen. Knapp 200 Menschen müssen dagegen noch fernab ihrer Häuser ausharren, wie aus einer Mitteilung der zuständigen Behörde NVE hervorging.

Zu dem mehrere hundert Meter langen und breiten Erdrutsch war es am 30. Dezember in der Gemeinde nordöstlich von Oslo gekommen. An den ersten drei Tagen des neuen Jahres hatten die Rettungskräfte sieben Menschen tot aufgefunden, darunter ein zweijähriges Mädchen mitsamt seiner Familie. Die Hoffnung, die verbliebenen drei Vermissten in dem instabilen Gelände noch lebend zu finden, wurde sechs Tage nach dem Abgang aufgegeben. Ihre Überreste konnten bei Sucheinsätzen bisher nicht gefunden werden. (dpa)

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