Peking bestreitet BBC-Bericht über Vergewaltigungen in Uiguren-Lagern

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Demonstrationen vor dem chinesischen Konsulat in Istanbul. (Archivaufnahme)
© BULENT KILIC

Peking – Chinas Regierung hat einen BBC-Bericht über Missbrauch und Vergewaltigungen in Umerziehungslagern in der Nordwestregion Xinjiang als unwahr zurückgewiesen. Außenamtssprecher Wang Wenbin sagte am Mittwoch auf Journalistenfragen in Peking, die Vorwürfe der interviewten Frauen "basieren nicht auf Tatsachen". "Es sind nur Schauspieler, die falsche Nachrichten verbreiten."

Nach dem Bericht der britischen Rundfunkgesellschaft werden Frauen in den Lagern "systematisch vergewaltigt, sexuell missbraucht und gefoltert". Er stützt sich auf Aussagen mehrerer früherer Insassinnen und eines Aufsehers. Eine Uigurin schilderte, wie sie in einem Lager im Kreis Xinyuan gefoltert und wiederholt von mehreren chinesischen Männern vergewaltigt worden sei.

Eine Kasachin aus Xinjiang schilderte laut BBC, wie sie als Insassin uigurische Frauen entkleiden und ihnen Handschellen anlegen musste, bevor sie mit Männern zusammengebracht worden seien. Die Chinesen hätten bezahlt, um sich hübsche Uigurinnen aussuchen zu können. Auch Lehrerinnen, die in Lagern Chinesisch unterrichten mussten, berichteten von Schilderungen von Insassen über Vergewaltigungen.

Nach Schätzungen von Menschenrechtlern sind Hunderttausende Uiguren in Umerziehungslager gesteckt worden, die Peking als "Fortbildungseinrichtungen" beschreibt. Schätzungsweise zehn Millionen Uiguren leben in China, die meisten in Xinjiang in Nordwestchina. Das muslimische Turkvolk fühlt sich von den herrschenden Han-Chinesen unterdrückt.

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Nach ihrer Machtübernahme 1949 hatten die Kommunisten das frühere Ostturkestan der Volksrepublik einverleibt. Die Regierung in Peking wirft uigurischen Gruppen Separatismus und Terrorismus vor. (APA, dpa)


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