Schwerpunkt Geschwindigkeit: Polizei stellte in Innsbruck über 16.000 Delikte fest

Bei den Schwerpunktkontrollen „Geschwindigkeitsüberwachung auf Gemeindestraßen" kontrollierte die Exekutive insgesamt 276.668 Fahrzeuge. Etwas mehr als fünf Prozent waren dabei zu schnell unterwegs.

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(Symbolfoto)
© TT/Thomas Böhm

Innsbruck – Die Landespolizeidirektion Tirol veröffentlichte am Donnerstag die Ergebnisse der Schwerpunktkontrollen „Geschwindigkeitsüberwachung auf Gemeindestraßen". Durch das Kooperationsprojekt mit der Stadt Innsbruck, das seit 2017 läuft, soll die Sicherheit der schwächsten Teilnehmer am Straßenverkehr deutlich erhöht werden.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 276.668 Fahrzeuge überprüft und 16.187 Übertretungen festgestellt. Von den zu schnellen Verkehrsteilnehmern überschritten rund 70 Prozent die Geschwindigkeit um bis zu 10 km/h und 28 Prozent um bis zu 20 km/h. Eine Übertretung betraf eine Überschreitung von mehr als 50 km/h. 93 Prozent der Übertretungen betrafen Fahrzeuge mit inländischem Kennzeichen, teilte die Exekutive mit.

Insbesondere der Nahbereich von Schulen und Kindergärten, Altenwohnheimen, Schutzwegen, Haltestellen und 30km/h-Zonen wurde berücksichtigt. Insgesamt wurden 75 verschiedene Straßenzüge/Messorte angefahren, etliche davon auch aufgrund konkreter Anliegen von Bürgern.

🚔 Die Straßen mit den häufigsten Überschreitungen:

  • Brennerstraße (25% Übertretungshäufigkeit)
  • Schusterbergweg (16%)
  • Archenweg (15%)
  • Josef-Wilberger-Straße (14%)
  • Sieberer Straße (14%)
  • Luigenstraße (13%)
  • Lanser Straße (10%)

Zusätzlich wurden von der Polizei im Rahmen von mobilen und stationären Radar- bzw Lasermessungen im Stadtgebiet von Innsbruck 48.373 Geschwindigkeitsdelikte geahndet – 15.346 aus mobilen Einsätzen und 33.027 mit stationären Anlagen „Radarboxen“.

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Bedingt durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Aufgaben kam es zu Aufgabenverschiebungen und in der Folge zu einer Reduktion der mobilen Geschwindigkeits-Messeinsätze. Die Verkehrsbeschränkungen rund um den 1. und 2. Lockdown führten auch zu einer Abnahme des Verkehrsaufkommens. Wurden im Jahr 2020 in der Stadt Innsbruck 64.560 Geschwindigkeitsdelikte geahndet, so waren es 2019 insgesamt noch 78.464.

„Innsbrucks Straßen sollen für die schwächeren Verkehrsteilnehme noch sicherer werden, das ist eines unserer erklärten Ziele“, wird Mobilitätsstadträtin Uschi Schwarzl zitiert. „Weniger Geschwindigkeit bedeutet deutlich weniger Bremsweg und deutlich mehr Sicherheit besonders für Kinder und alte Menschen." (TT.com)


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