Polizeiauto vor Inspektion Hötting in Flammen: Verdacht auf Brandstiftung

In der Nacht auf Freitag stand vor der Polizeiinspektion Hötting ein Polizeiauto in Vollbrand. Wie sich herausstellte, dürften die Flammen gelegt worden sein. Die Polizei bittet nun um Hinweise.

Vor der PI Hötting geriet in der Nacht auf Freitag ein Streifenfahrzeug in Brand.
© zeitungsfoto.at/Liebl Daniel

Innsbruck – Dramatische Szenen haben sich in der Nacht auf Freitag vor der Polizeiinspektion Hötting in Innsbruck abgespielt. Gegen 3.45 Uhr brach bei einem dort abgestellten Polizeiauto ein Brand aus. Polizisten versuchten erst mit Feuerlöschern gegen die Flammen anzukommen, berichtet die Polizei gegenüber der Tiroler Tageszeitung Online. Dann rückte die Berufsfeuerwehr mit schwerem Atemschutzgerät an und löschte den Brand endgültig.

📽️ Video | Polizei fahndet nach Einsatzfahrzeug-Brandstifter

Drei Polizisten mussten nach dem Löschversuch mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in die Klinik gebracht werden. Die Polizeiinspektion wurde nach dem Brand durch die Feuerwehr belüftet. Das Auto wurde bei dem Brand schwer beschädigt.

Wie sich herausstellte, dürfte der Brand gelegt worden sein. Die Polizei bittet nun um Hinweise an das Kriminalreferat beim Stadtpolizeikommando Innsbruck unter der Nummer 059133/753333.

Politik zeigt sich schockiert

Aus der Politik kamen nach dem Vorfall am Freitag schockierte Reaktionen. Die Innsbrucker Grünen teilten mit, dass es nun wichtig sei, dass die "Sachlage gut aufgeklärt wird" sowie die Beamten rasch genesen. "Die Täter müssen schnell gefasst und konsequent bestraft werden", so der grüne Gemeinderat und Sicherheitssprecher Dejan Lukovic in einer Aussendung. Vor verfrühten Urteilen warnen die Grünen. "Dass manche jetzt schon wissen wollen, weshalb und vor allem durch wen genau der Brand entstand, ist unseriös".

Die FPÖ sah indes einen "Angriff auf die Grundfesten der Demokratie". "So etwas darf es nicht geben, jeglicher Angriff auf Sicherheitsorgane, oder deren Einrichtungen ist ein Angriff gegen die Demokratie und den Rechtsstaat", teilte FPÖ-Vizebürgermeister Markus Lassenberger in einer Aussendung mit. "Jeglicher Extremismus, egal ob links, rechts, religiös oder politisch motiviert hat in Österreich nichts zu suchen", so Lassenberger.

Die ÖVP zeigte sich ebenso "tief erschüttert". "Wenn ein Polizeifahrzeug mutwillig in Brand gesetzt wird, ist das nicht nur eine Sachbeschädigung und Brandstiftung, sondern ein Anschlag auf unseren Rechtsstaat", so auch der Innsbrucker Vizebürgermeister Johannes Anzengruber (ÖVP). "Es muss alles drangesetzt werden, dass diese Tat aus generalpräventiven Gründen rasch aufgeklärt wird. Zustände, wie sie in Berlin und anderen europäischen Großstädten an der Tagesordnung sind, dürfen in Innsbruck nicht um sich greifen“, so Anzengruber.

Auch SPÖ-Klubobmann Helmut Buchacher hielt fest, dass der Brandanschlag schnell aufgeklärt werden müsse: "Jegliche Gewalt gegen unsere Einsatzkräfte in Wort und Taten lehnen wir SozialdemokratInnen gleichermaßen ab.“ Der Innsbrucker SPÖ-Vorsitzende GR Benjamin Plach schickte Genesungswünsche an die Beamten und hofft, man finde die Schuldigen rasch. (TT.com)


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