ÖSV-Debakel in Klingenthal: Aschenwald nur 16., Granerud gewinnt

Der Tiroler Philipp Aschenwald wurde im Ersatzbewerb für Sapporo nach Halbzeitrang 13 als ÖSV-Bester nur 16., seine Landsleute Thomas Lackner und Stefan Kraft 18. bzw. 19.

Bester Österreicher wurde Aschenwald.
© CHRISTOF STACHE

Klingenthal – Österreichs Skispringer sind am Samstag beim Weltcup in Klingenthal nicht in die Top 15 gekommen. Der Tiroler Philipp Aschenwald wurde im Ersatzbewerb für Sapporo nach Halbzeitrang 13 als ÖSV-Bester nur 16., seine Landsleute Thomas Lackner und Stefan Kraft 18. bzw. 19. Weltcup-Punkte gab es auch für Michael Hayböck und Jan Hörl als 24. bzw. 27. Daniel Huber hatte die Qualifikation für den zweiten Durchgang verpasst. Es gewann Saisondominator Halvor Egner Granerud.

Der Norweger agierte bei seinem neunten Saisonsieg mit 140,5 und 141,5 m souverän und wies letztlich 12,6 Punkte Vorsprung auf dem zweitplatzierten Polen Kamil Stoch auf. Weitere 0,8 Zähler dahinter kam der Slowene Bor Pavlovic auf seinen ersten Weltcup-Podestplatz. Bei leichtem Schneefall herrschten durchaus faire Bedingungen. Für Sonntag (14.30 Uhr, live ORF 1) ist ein weiterer Bewerb angesetzt, es ist mehr Wind angesagt. Im Weltcup hat Leader Granerud schon 389 Punkte Vorsprung.

Österreichs bisher letzter Weltcup-Einzelsieg liegt schon fast ein Jahr zurück, am 28. Februar 2020 hatte Kraft in Lahti triumphiert. Im Countdown für die Oberstdorf-WM bilanzieren die ÖSV-Athleten in dieser Saison weiterhin mit nur drei Einzel-Podestplatzierungen. Um den angestrebten Erfolg noch vor der Jahresfrist zu erreichen, stehen neben dem Sonntag-Bewerb noch die Weltcup-Stationen in Zakopane und Rasnov zur Verfügung. Der WM-Auftakt für die Männer ist für 27. Februar geplant.

Aschenwald hatte auf Granerud ein Minus von 50,8 Punkten, war mit seinen Sprüngen aber zufrieden: „Leider ist es noch nicht belohnt worden. Man hat heute das nötige Glück gebraucht, weil der Anlauf am Limit war.“ Der 25-Jährige hoffte für Sonntag für die rot-weiß-rote Equipe auf mehr Glück und richtig weite Sprünge. Die hatte für seine Verhältnisse Lackner. Als 29. noch in die Entscheidung gekommen, machte er elf Ränge gut: „Ich bin happy, dass ich das umsetzen konnte, was ich mir vorgenommen habe.“ (APA)

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Weltcup-Wertungen nach Klingenthal

Gesamtwertung (nach 18 Bewerben):

1. Halvor Egner Granerud (NOR) 1306

2. Markus Eisenbichler (GER) 917

3. Kamil Stoch (POL) 805

4. Piotr Zyla (POL) 652

5. Robert Johansson (NOR) 611

6. Dawid Kubacki (POL) 608

7. Anze Lanisek (SLO) 590

8. Karl Geiger (GER) 489

9. Marius Lindvik (NOR) 482

10. Daniel Huber (AUT) 417

11. Ryoyu Kobayashi (JPN) 410

12. Daniel-Andre Tande (NOR) 405

13. Yukiya Sato (JPN) 405

14. Pius Paschke (GER) 386

15. Andrzej Stekala (POL) 342

weiter:

16. Stefan Kraft (AUT) 319

18. Michael Hayböck (AUT) 233

20. Philipp Aschenwald (AUT) 203

33. Thomas Lackner (AUT) 90

41. Markus Schiffner (AUT) 60

48. Jan Hörl (AUT) 41

50. Clemens Leitner (AUT) 27

55. Maximilian Steiner (AUT) 15

58. Manuel Fettner (AUT) 11

59. Timon-Pascal Kahofer (AUT) 9

61. Gregor Schlierenzauer (AUT) 8

69. Daniel Tschofenig (AUT) 1


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