WM-Kader steht: ÖSV nominierte sieben Tiroler für Cortina

Angeführt wird das Aufgebot der Herren bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften von 8. bis 21. Februar in Cortina d'Ampezzo von Schwarz, Kriechmayr und Mayer, jenes der Damen von Liensberger und Tippler. Sieben Tiroler sind Teil des Kaders.

Tirol stellt in Cortina sieben Athleten – und mit Manuel Feller nur einen, der in diesem Winter bereits vom Podest lachte.
© JEFF PACHOUD

Cortina d‘Ampezzo – Der Österreichische Skiverband (ÖSV) hat wie erwartet das volle Kontingent ausgeschöpft und 24 Athleten für die alpinen Ski-Weltmeisterschaften ab Montag in Cortina d‘Ampezzo (Italien) nominiert. Die Quote wurde mit elf Damen und 13 Herren aufgeteilt, maximal 14 pro Geschlecht dürfen nominiert werden. Angeführt wird das Aufgebot auf Herrenseite von Marco Schwarz, Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer, auf Damenseite von Katharina Liensberger und Tamara Tippler.

Die ÖSV-Damen gehen stark ersatzgeschwächt in die WM. Nicht mit dabei sind verletzungsbedingt Nicole Schmidhofer, Bernadette Schild, Nina Ortlieb, Ricarda Haaser und auch Katharina Truppe, die sich beim Slalomtraining auf der Reiteralm einen Muskel- und Sehnenriss im Adduktorenbereich zugezogen hat.

ÖSV-Kader für die Ski-WM

Damen (11): Stephanie Brunner, Franziska Gritsch, Katharina Huber, Katharina Liensberger, Chiara Mair, Mirjam Puchner, Ariane Rädler, Christine Scheyer, Ramona Siebenhofer, Tamara Tippler, Stephanie Venier

Herren (13): Stefan Brennsteiner, Manuel Feller, Max Franz, Fabio Gstrein, Daniel Hemetsberger, Vincent Kriechmayr, Roland Leitinger, Michael Matt, Matthias Mayer, Adrian Pertl, Marco Schwarz, Otmar Striedinger, Christian Walder

Die Qualifikation leistungsmäßig nicht geschafft haben u.a. Hannes Reichelt und Daniel Danklmaier. Etwas überraschend fehlt Stefan Babinsky, der auch für die Kombi ein Thema gewesen wäre, aber wohl Opfer der Quote wurde. Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher hatte sich noch am (heutigen) Samstag 14 Athleten gewünscht.

„Leider ist unsere Mannschaft durch Verletzungen und Corona stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Dennoch haben wir viele aussichtsreiche Damen und Herren am Start, welche gute Chancen haben. Meine Prognose lautet: sechs bis acht Medaillen“, sagte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel.

Bei der WM vor zwei Jahren in Aare und mit dem noch aktiven Superstar Marcel Hirscher wurden es eine Goldmedaille durch den Salzburger am Schlusstag im Slalom, dazu vier Silber- und drei Bronzemedaillen. Die Damen gingen mit Ausnahme des Anteils an Team-Silber leer aus.

Sieben Tiroler im Kader

Tirol stellt in Cortina sieben der 24 Athleten und mit Manuel Feller nur einen, der in diesem Winter bereits (dreimal) vom Podest lachte.

Herren:

Manuel Feller: Ein Sieg (Flachau), zwei zweite Plätze (Alta Badia, Zagreb) und Schwünge, die zu den Schnellsten gehören – im Slalom zählt der Fieberbrunner Vizeweltmeister von 2017 zum engsten Favoritenkreis. Im Riesentorlauf kann der 28-Jährige nur positiv überraschen.

Michael Matt: Es fehlt nicht viel beim Flirscher Slalomspezialisten, was nicht zuletzt zwei vierte Plätze (Zagreb, Adelboden) unterstreichen. Wer einen Matt bei einem Großereignis abschreibt, hat schon verloren. Das zeigte die Vergangenheit.

Fabio Gstrein: In Flachau hat der Sölder als Fünfter ans Podest angeklopft – und warum soll nicht gerade er bei der WM für den Paukenschlag eines Sensationsmannes sorgen. So groß wäre die Sensation gar nicht.

Damen:

Stephanie Brunner: Es ist nicht so, dass die Tuxerin vollgepumpt mit Selbstvertrauen zur WM anreist. Als gefährliche Außenseiterin im Riesentorlauf darf sie allemal eingestuft werden.

Franziska Gritsch: Nach dem vielversprechenden Auftakt in Levi (Platz 6) ging die Formkurve steil nach unten – samt Ausfällen und Nichtqualifikationen. Zeit für eine Trendumkehr.

Chiara Mair: Die Götznerin hat sich in der Slalom-Weltspitze festgebissen – und warum sollte die 24-Jährige nicht gerade bei der WM erstmals vom Podest strahlen.

Stephanie Venier: Nach einer Corona-Erkrankung mit heftigem Verlauf („Mich hat es richtig zach erwischt“) Anfang November rast die Oberperferin ihrer Hochform hinterher. Die Erinnerungen an ihr Abfahrts-WM-Silber von 2017 sollten sie aber beflügeln. (TT, APA)


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