Thiem fegte Koepfer in 99 Minuten vom Platz, Kyrgios nächster Gegner

6:4,6:0,6:2 – Nach 1:39 Stunden war der Arbeitstag von Dominic Thiem gegen den deutschen Weltranglisten-70. Dominik Koepfer bereits wieder beendet. In der dritten Runde der Australian Open wartet nun Lokalmatador Kyrgios.

Dominic Thiem durfte nach einer souveränen Vorstellung die Siegerfaust ballen.
© BRANDON MALONE

Melbourne – Mit dieser Performance hat Dominic Thiem seine Mitfavoriten-Stellung bei den Australian Open in Melbourne mehr als unterstrichen. Der 27-jährige Weltranglisten-Dritte ließ dem Deutschen Dominik Koepfer am Mittwoch keine Chance und zog nach 1:39 Stunden mit 6:4,6:0,6:2 in die dritte Runde des ersten Tennis-Grand-Slam-Turniers des Jahres ein. Thiem trifft am Freitag auf Australiens "enfant terrible" Nick Kyrgios.

Der Lokalmatador gab seinen Landsleuten in der Nightsession viel Grund zur Freude. Nach Satzrückständen von 0:1 und 1:2 sowie im vierten Satz der Abwehr von zwei Matchbällen als Rückschläger gewann er gegen Ugo Humbert (FRA-29) in fünf Sätzen 5:7,6:4,3:6,7:6(2),6:4.

"Ich bin richtig zufrieden. Es war am Anfang ein schweres Match, er ist richtig heiß rausgekommen. Dann waren die ersten Games eng, ich habe im sechsten Game Breakbälle abgewehrt und dann direkt drauf das Break zum 4:3. Da habe ich die Handbremse gelöst und ab dem Moment ist alles gegangen", erklärte Thiem gleich nach dem Match im Interview mit ServusTV. Die Temperatur kühlte von 31 Grad zu Beginn etwas ab. "Dann ist alles, was ich gemacht habe, aufgegangen und am Ende war es eine Superleistung."

Thiem hat damit auch Kräfte gespart. Der Vorjahresfinalist hatte ja im Vorjahr auf dem Weg ins Endspiel gegen Novak Djokovic in Runde zwei gegen Alex Bolt (AUS) über fünf Sätze gehen und einen 1:2-Satzrückstand aufholen müssen. "Die Partie war sicher nicht ideal im letzten Jahr", erinnerte sich der Niederösterreicher.

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Die Zweitrundenpartie 2020 sah hingegen ganz anders aus. Thiem startete im ersten Duell mit seinem Namensvetter solide, doch im sechsten Game musste er als Erster zwei Breakbälle abwehren. Dies gelang dem Lichtenwörther und er selbst nutzte den vierten im siebenten Game zum 4:3. Ab diesem Zeitpunkt war Thiem aber plötzlich klar Chef auf dem Platz. Nach 42 Minuten servierte Thiem zum 6:4 aus.

Thiem über Kyrgios: "Ein Gegner, den man nie braucht"

Nun begann der "Thiem-Express" erst so richtig zu rollen: Der US-Open-Sieger machte nicht weniger als elf Games in Folge. Nach einem Break zum 1:0 legte Thiem gleich drei zu-Null-Games in Folge zum 4:0 nach und ließ Koepfer in diesem Satz nicht mehr anschreiben. Nach 69 Minuten hatte Thiem eine 2:0-Satz-Führung in der Tasche. Bis zum 4:0 im dritten Satz blieb Koepfer ohne Gamegewinn. Unter dem Jubel des Publikums in der Margaret Court Arena holte der Weltranglisten-70. noch zwei Games, am Sieg Thiems gab es aber nichts zu rütteln.

Thiem konnte sich später in Ruhe die Night Session zwischen Kyrgios und Humbert anschauen. "Ein Gegner, den man nie braucht. Wenn er will und einen guten Tag hat, kann er alle schlagen", sagte Thiem zu Kyrgios. (APA)


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