Eishalle in Sterzing eingestürzt: „Haarscharf an Tragödie vorbeigeschrammt”

In Sterzing ist Mittwochfrüh das Dach der dortigen Eissporthalle eingestürzt. Grund für den Zusammenbruch könnten Schneemassen gewesen sein. Verletzt wurde zum Glück niemand. Ermittlungen wurden eingeleitet.

Das ganze Dach der Eishalle Sterzing ist eingestürzt.
© FF Sterzing

Innsbruck – In Sterzing in Südtirol ist Mittwochfrüh das Dach der Eishalle zusammengebrochen. Verletzt wurde niemand, berichtete das Südtiroler Nachrichtenportal stol.it. Zum Zeitpunkt des Einbruchs haben sich keine Personen in der Eishalle aufgehalten. Das Gebäude wurde schwer beschädigt und muss nun abgerissen werden.

Ob das Dach tatsächlich aufgrund von Schnee eingestürzt ist, müsse erst geklärt werden, hieß es. Ersten Informationen zufolge sollen „lediglich 30 Zentimeter sowie etwas Neuschnee“ auf dem Dach gelegen sein. Fachleute sollen nun klären, warum es zu dem Einsturz gekommen ist.

📽️ Video | Dach der Eissporthalle eingestürzt

Ein Spaziergänger hatte kurz nach 7 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Sterzing alarmiert. Die Einsatzkräfte sperrten das Gelände ab und nahmen die Stromleitungen vom Netz.

„Das Gebäude ist wohl nicht mehr zu retten“, zog Feuerwehr-Kommandant Martin Soraruf gegenüber stol.it Bilanz.

Die 1983 erbaute Eishalle Sterzing (Weihenstephan Arena) beherbergt die Heimspiele der Hockeymannschaft WSV Wipptal Broncos. Auch Publikumslauf wird in der Eishalle angeboten.

📽️ Video | Feuerwehr-Kommandant: „Mich hat um 7.12 Uhr ein Spaziergänger alarmiert“

Konsumentenschutzverband fordert Ermittlungen

Der Konsumentenschutzverband Codacons brachte den Dacheinsturz bei der Staatsanwaltschaft von Bozen und dem Rechnungshof ein. „Nur durch Zufall ist das Dach in einem Moment eingestürzt, in dem sich niemand im Gebäude aufgehalten hat“, so Codacons-Präsident Carlo Rienzi in der Aussendung. Es müssen nun „umgehend Ermittlungen eingeleitet werden“, schließlich sei man „haarscharf an einer Tragödie vorbeigeschrammt“.

Die Sicherheit der Gebäudestruktur, die Planung sowie die Stabilität der Anlage müsse nun geprüft werden, um festzustellen, ob jemand strafrechtlich für den Vorfall haften muss. (TT.com, stol.it)

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