Valentinstag steht bevor: Liebesbeweise auch im Lockdown gefragt

Nur ein Viertel der Österreicher legt besonderen Wert auf den Valentinstag – Männer mehr als Frauen. 60 Prozent freuen sich dennoch über eine nette Geste, etwa in Form von Blumen, Liebesbriefen oder Schokolade. Corona ändert wenig an den Plänen rund um den 14. Februar.

Für 14 Prozent kommt vor allem etwas Selbstgemachtes von Herzen.
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Wien – Glaubt man entsprechenden Umfragen, ist die Mehrheit der Paare im Zuge der Corona-Krise zusammengewachsen. Dennoch sollte auch im Lockdown der eine oder andere Liebesbeweis nicht fehlen. Da trifft es sich gut, dass Dank der Lockerung für den Handel auch die Blumengeschäfte rechtzeitig zum Valentinstag aufsperren durften. Ob die Floristen rund um den 14. Februar die üblichen Umsätze – 20 Millionen Schnittblumen und zwölf Millionen Topfpflanzen – erreichen, wird sich zeigen.

Nur ein Viertel der heimischen Bevölkerung legt besonderen Wert auf den Valentinstag – Männer übrigens mehr als Frauen, so eine aktuelle Umfrage von Marketagent. Herzerln in den Augen haben vor allem unverheiratete Paare und Jüngere. Corona ändert wenig an den Plänen rund um den 14. Februar, gilt der Feiertag doch für rund 60 Prozent als besondere Gelegenheit, um seinen Lieben Dank auszusprechen und seine Zuneigung zu zeigen.

Ebenso viele freuen sich über solch eine nette Geste. Dahinschmelzen würden die Empfänger dabei besonders bei Blumen (30 Prozent), Liebesbriefen (20 Prozent) oder Schokolade (19 Prozent). Für 14 Prozent kommt vor allem etwas Selbstgemachtes von Herzen und 13 Prozent schätzen eine Reise oder ein Romantikwochenende, um Zeit mit der Partnerin bzw. dem Partner verbringen zu können. Ein Blumenstrauß (43 Prozent), Liebesbriefe (26 Prozent) sowie Selbstgemachtes (16 Prozent) lassen dabei speziell Frauenherzen höher schlagen. Nur 38 Prozent machen sich rein gar nichts aus Valentinstagsgeschenken, unter den Männern können 44 Prozent darauf verzichten.

Tiroler geben am meisten für Valentinstagsgeschenke aus

Die Österreicher geben heuer pro Kopf im Schnitt 72 Euro für Valentinstagsgeschenke aus. Das hat der Handelsverband gemeinsam mit der Marktforschungsagentur Mindtake Research und der Preisvergleichsplattform idealo.at erhoben. Das sind um zwölf Euro mehr als im Vorjahr und„ein neuer Rekord", hieß es.

In Wien liegt die durchschnittliche Summe für Valentinstagsausgaben bei 86 Euro, in Niederösterreich und im Burgenland bei 55 Euro, während es in Oberösterreich und Salzburg 65 Euro sind. „Am großzügigsten zeigen sich heuer erneut die Vorarlberger und Tiroler, hier werden sogar Geschenke im Wert von 100 Euro besorgt", sagte Will.

Mehr als 30 Prozent der Bevölkerung bestellt Valentinsgeschenke dieses Jahr online. Die Steigerung von knapp ach Prozent lässt sich auf die Corona-Krise zurückführen. Ein weiteres Drittel greift für Valentinstags-Einkäufe auf klassische Geschäfte in der Umgebung zurück und 13 Prozent zieht es ins Shopping-Center.

Britischer Offizier brachte Valentinstag nach Österreich

Bis nach dem Zweiten Weltkrieg war Österreich am 14. Februar noch eine romantische Wüste. Laut der „Floristenlegende" verdanken wir nämlich erst einem britischen Besatzungssoldaten den Valentinstag. Als der Offizier an diesem Tag in einer Grazer Blumenhandlung auf ein Herzchen zu seinem Glückwunschsträußchen bestand – ohne wäre es für seinen Schatz kein richtiger Valentinstag –, malte die Floristin mit ihrem Lippenstift das Gewünschte auf einen Karton und schnitt es aus. Das kommerzielle Potenzial dieses angelsächsischen Brauches wurde hierzulande schnell erkannt und gewinnbringend umgesetzt.

„Der Valentinstag-Klassiker, rote Rosen, ist natürlich nach wie vor sehr beliebt", so Bundesinnungsmeister-Stellvertreter Johann Obendrauf. Erdige Farbtöne sind heuer im Trend. Sie tragen so klingende Namen wie Marigold, Illuminating, Pirouette oder Purple-Rose. Topfpflanzen, egal ob Primeln, Narzissen oder Hyazinthen, sind das richtige Valentinstag-Geschenk für Gartenfreunde, da sie später in den Garten ausgesetzt werden können, um mit der richtigen Pflege länger Freude zu bereiten. (APA)

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