Thiem scheiterte im Achtelfinale: „Ich bin auch keine Maschine"

Der als Nummer drei gesetzte US-Open-Sieger unterlag offensichtlich nicht im Vollbesitz seiner Kräfte dem Bulgaren Grigor Dimitrow nach 2:01 Stunden klar mit 4:6,4:6,0:6.

Thiem verlor gegen Dimitrow glatt in drei Sätzen.
© WILLIAM WEST

Melbourne – Der Australien-Trip ist für Dominic Thiem wesentlich früher vorüber, als es ihm lieb ist. Der Vorjahres-Finalist und US-Open-Sieger musste sich am Sonntag überraschend schon im Achtelfinale von Melbourne verabschieden. Thiem unterlag physisch angeschlagen dem Bulgaren Grigor Dimitrow nach 2:01 Stunden klar mit 4:6,4:6,0:6. Es war die vierte Niederlage im sechsten Duell mit dem Ex-ATP-Finals-Sieger. Dimitrow trifft im Viertelfinale auf Überraschungsmann Aslan Karazew (RUS).

Thiem war nach der Niederlage bei der Video-Pressekonferenz sichtlich enttäuscht, hielt den Kopf auch die meiste Zeit gesenkt. Zwar gab er zu, dass er auch körperliche Probleme gehabt hat, wollte darauf aber nicht näher eingehen. "Nein, Blasen habe ich keine gehabt, aber es haben trotzdem ein paar Kleinigkeiten wehgetan. Aber ich glaube nicht, dass das der Hauptgrund war und ich will es auch nicht als Ausrede benutzen. Es war einfach ein richtig schlechter Tag. Eine Kombination aus vielen Dingen. Es war sicher nicht das Hauptproblem, dass mir einige Sachen wehgetan haben", erklärte Thiem.

Thiem: "Heute war seit langer Zeit wieder ein rabenschwarzer Tag"

"Es ist irgendwie auch eine Erinnerung daran, dass es auch solche Tage gibt. Auch die letzten großen Turniere habe ich eigentlich alle auf einem richtig hohen Level gespielt seit einiger Zeit, heute war seit langer Zeit wieder ein rabenschwarzer Tag. Soll auch passieren, aber natürlich ist es schon eine Riesenenttäuschung." Auf so einem Niveau kämen solchen Resultate eben heraus, wenn man nicht bei 100 Prozent auf dem Platz agiere. "Ich bin auch keine Maschine, manchmal würde ich gerne eine sein, aber es gibt auch schlechte Tage."

Für Thiem geht es nun erst wieder im März zurück auf die ATP-Tour. Der 27-jährige Niederösterreicher, dem die 1200 ATP-Punkte für das Endspiel 2020 dank einer Corona-Sonderregelung noch bis nächstes Jahr stehen bleiben, hat nun die Turniere in Doha (ab 8.3.), Dubai (14.3.) und Miami (24.3.) eingeplant. (APA)


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