Homosexuelle britische Veteranen können Rückgabe von Orden beantragen

London – Britische Veteranen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung aus der Armee entlassen wurden und denen deshalb ihre Orden aberkannt wurden, können die Rückgabe der Auszeichnungen beantragen. Das Verteidigungsministerium in London teilte am Dienstag mit, damit solle ein "historisches Unrecht" wieder gut gemacht werden. Bis zum Jahr 2000 war es Homosexuellen nicht erlaubt, in der Armee zu dienen.

Zuvor seien Soldaten wegen ihrer sexuellen Orientierung entlassen worden, so das Ministerium. "Einige wurden wegen Gesetzen über homosexuelles Verhalten verurteilt, die inzwischen entkriminalisiert wurden, andere wurden ausschließlich aufgrund ihrer Sexualität und ohne Verurteilung entlassen." Dabei seien einigen ihre Orden aberkannt worden, andere hätten aufgrund der Entlassung keine Möglichkeit gehabt, eine Auszeichnung zu erlangen.

Ministerium will historisches Unrecht wettmachen

"Das Verteidigungsministerium ist entschlossen, dieses historische Unrecht wettzumachen und führt eine Richtlinie ein, die es Einzelpersonen ermöglicht, die Rückgabe ihrer Medaillen zu beantragen", teilte die Behörde weiter mit. Zudem könnten Angehörige im Namen mittlerweile verstorbener Veteranen einen Antrag stellen.

Zuvor hatte ein 70 Jahre alter Ex-Soldat das Ministerium erfolgreich verklagt. Seine Medaille war eingezogen worden, nachdem er 1993 seine Bisexualität öffentlich gemacht hatte. (APA/dpa)

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