Überregionale AMS-Vermittlung nach Tirol ging 2020 um 31 Prozent zurück

Wurden 2019 noch 41.450 Arbeitssuchende vermittelt, waren es im vergangenen Jahr nur 28.721 Im heurigen Jänner betrug der Rückgang 74 Prozent.

Innsbruck – Das AMS hat im Zuge der Reiseeinschränkungen für Tirol durch die Bundesregierung die überregionale Vermittlung von Arbeitskräften in das Bundesland eingestellt. Wobei es bereits im Vorjahr eine weit geringere Vermittlung gab als noch 2019. Wurden damals noch 41.450 Arbeitssuchende vermittelt, waren es 2020 nur 28.721, ein Rückgang von 31 Prozent. Das stärkste Minus im Jahresvergleich gab es im April mit 89 Prozent.

Im Jänner 2021 lag der Rückgang gegenüber Jänner 2020 bei 74 Prozent, wobei zu Beginn des vorigen Jahres das Coronavirus hierzulande noch fern schien – während das heurige Jahr im Lockdown begrüßt wurde. Diese Zahlen geben die aktive überregionale Vermittlung durch das Arbeitsmarktservice wieder, die überwiegende Zahl der Arbeitssuchenden sucht hier selbst über die Services des AMS, wie etwa Job-Alarme am Handy, so AMS-Chef Johannes Kopf.

Die Furcht mancher Gastronomen und Hoteliers, dass sich durch den langen Lockdown die Beschäftigen andere Branchen suchen würden, sieht Kopf als etwas übertrieben an. Es stimme aber, dass sich Mitarbeiter vermehrt in anderen Bereichen weiterbilden würden – woran auch das AMS mit „Schuld“ sei. „Wir bieten derzeit ein riesiges Weiterbildungsprogramm an, das ist nun die beste Zeit diese Bildungschance zu nützen“, so Kopf im Gespräch mit der APA. Wobei sich dieses Programm auch auf den Tourismus und die Gastronomie erstrecke. Eine noch viel zu wenig beachtete Herausforderung für den künftigen Arbeitsmarkt – nicht nur in Österreich – sei jedenfalls der Klimawandel. (APA)

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