Sechs Tiroler erneut infiziert, nun Südafrika-Variante nachgewiesen

Sechs Personen in Tirol wurden zwischen Anfang Jänner und Mitte Februar ein zweites Mal positiv auf das Coronavirus getestet. Bei ihnen wurde nach der überstandenen ersten Erkrankung die südafrikanische Mutation nachgewiesen.

In einem Labor werden Abstriche ausgewertet (Archivfoto).
© Rudy de Moor/TT

Innsbruck – In Tirol wurden sechs Personen nach bereits überstandener Covid-Erkrankung ein zweites Mal positiv getestet – nun aber auf die südafrikanische Variante des Virus. Das teilte das Land Tirol am Mittwochnachmittag in einer Aussendung mit. Die Personen wurden demnach zwischen Anfang Jänner und Mitte Februar ein zweites Mal positiv getestet, während der erste positive Test zwischen Ende September und Anfang November stattfand.

Rizzoli: "Nicht auf das Vorhandensein von Antikörper verlassen"

"Nach aktuell vorliegenden Informationen war bzw. ist in allen sechs Fällen bei der Zweitinfektion ein milder Verlauf zu verzeichnen", wurde Elmar Rizzoli, Leiter des Corona-Einsatzstabes, zitiert. Er appellierte an die Bevölkerung, die Schutzmaßnahmen einzuhalten und sich nicht auf das Vorhandensein von Antikörpern zu verlassen.

Reinfektionen durch eine Mutation seien nach wie vor Gegenstand der derzeitigen Forschung. Aktuelle Fachartikel würden von wissenschaftlichen Untersuchungen berichten, in denen Genesene sich durch die südafrikanische Mutation ein zweites Mal anstecken können.

Aber auch eine zweite Infektion mit dem vorherrschenden Coronavirus sei möglich. Der Verlauf einer Infektion bzw. Erkrankung in Zusammenhang mit einer Erst- und Zweitinfektion sei derzeit noch Gegenstand von Untersuchungen, hieß es.

Mittlerweile 343 bestätigte Südafrika-Fälle

Die Zahl der durch Voll- oder Teilsequenzierung bestätigten Südafrika-Fälle in Tirol liegt mittlerweile bei 343. Zudem gab es 192 Fälle, die eine PCR-Auffälligkeit aufweisen und somit als Verdachtsfälle eingestuft wurden – sie werden nun noch teil- bzw. vollsequenziert. Mit Montag, 15. Februar, waren neun Verdachtsfälle dazugekommen. Bei allen Fällen zusammen – also vollsequenziert, teilsequenziert und Verdachtsfälle – gab es einen Anteil von insgesamt 135 aktiv Positiven.

Rund 60 Prozent der bestätigten Fälle und der Verdachtsfälle entfielen auf den Bezirk Schwaz. 19 Prozent waren im Bezirk Kufstein und über zehn Prozent im Bezirk Innsbruck-Land zu verzeichnen. Fünf Prozent gingen auf die Landeshauptstadt Innsbruck, drei Prozent auf den Bezirk Reutte und etwas über einem Prozent jeweils auf die Bezirke Kitzbühel und Imst zurück.

Unter einem Prozent der Fälle war im Bezirk Landeck zu verzeichnen. Der bisher einzige Verdachtsfall im Bezirk Lienz hat sich indes in den weiteren Sequenzierungen nicht bestätigt. Osttirol blieb damit der einzige Tiroler Bezirk ohne Südafrika-Mutation. (TT.com)


Kommentieren


Schlagworte