Entgeltliche Einschaltung

Die jungen Stimmen der Barockoper im Cesti-Wettbewerb

Bereits zum 12. Mal stellen sich bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik im August junge SängerInnen aus der ganzen Welt einer hochkarätigen Jury. Dabei kommt es nicht nur auf eine gute Stimme an.

Margherita Maria Sala begeisterte beim Cesti-Wettbewerb 2020 Jury und Publikum gleichermaßen.
© Die Fotografen

Es ist eine ganz besondere Stimmung bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, wenn die rund 100 SängerInnen für die Anmeldung zum Cesti-Wettbewerb aus aller Welt anreisen. Dutzende verschiedene Sprachen, Sprechmelodien und aufgeregte Gespräche erfüllen die Gänge und Treppen des Haus der Musik Innsbruck.

Auch Margherita Maria Sala war im vergangenen Jahr unter den TeilnehmerInnen: „Es war toll in dieser schönen Stadt anzukommen und all die SängerInnen kennenzulernen. Ich habe mich beim Cesti-Wettbewerb angemeldet und gewissenhaft vorbereitet, aber erst als ich vor Ort war, wurde mir bewusst, wie groß und wichtig das ist.“

Ein Wettbewerb, der Flügel verleiht

Der internationale Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti wurde 2010 von Alessandro De Marchi ins Leben gerufen. Inzwischen gehört der Cesti-Wettbewerb zu den wichtigsten Gesangswettbewerben in diesem Bereich, wie der Juryvorsitzende und Mitbegründer Sebastian Schwarz bestätigt: „Der Cesti-Wettbewerb bietet den TeilnehmerInnen die Möglichkeit erste Schritte in die Berufswelt zu machen, denn wir sind auf der Suche nach den Interpreten von morgen.“ Die Jury besteht zum Großteil aus LeiterInnen von Festivals oder Opernhäuser. So nehmen die KandidatInnen nicht nur am Wettbewerb teil, sondern absolvieren gleichzeitig ein Vorsingen.

Persönlichkeiten und Potenzial

Schwarz leitet das Teatro Regio in Turin im Nordwesten Italiens und spricht auch Einladungen in sein Haus aus: „Das ist das Schönste am Cesti-Wettbewerb. Man muss nicht ins Finale kommen oder gar gewinnen, um eine Einladung an ein Opernhaus zu bekommen. Wenn die Sängerin oder der Sänger Qualitäten hat, die ich in meiner Besetzungsliste brauche, ist eine Finalteilnahme nicht wichtig.“

Sreten Manjolovic war einer der Cesti-FinalistInnen 2020.
© Innsbrucker Festwochen

Gesucht werden nicht nur hervorragende Stimmen, sondern KünstlerInnen und Persönlichkeiten, in denen die Jury das Potenzial einer Opernsängerin oder eines Opernsängers sieht. „Sie müssen eine Geschichte erzählen können und mich emotional auf die Reise ihrer Figur mitnehmen, die sie darstellen. Eine schöne Stimme auf der Bühne wird auf die Dauer langweilig, wenn sie mir keine Geschichte erzählt“, ergänzt Schwarz.

Barockoper als Leidenschaft

Margherita Maria Sala ist eine solche Persönlichkeit und sie gewann den Cesti-Wettbewerb 2020. Ihr Leben hat sich seither gravierend verändert, wie sie erzählt: „Plötzlich war ich eine professionelle Sängerin. Ich bekomme Anfragen und Aufträge und es ist ganz wundervoll damit Geld verdienen zu dürfen, wofür ich brenne und was meine Leidenschaft ist.“ Sala wird im heurigen Sommer auch auf der Festwochen-Bühne zu erleben sein. Näheres wird erst bei der Programmpräsentation im Frühjahr verraten. Wie es der Cesti-Gewinnerin ergangen ist, erzählt sie im Video, das auf www.altemusik.at zu sehen ist.

Programm und Tickets ab Frühjahr

Mit den 45. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik steht von 13. Juli bis 29. August 2021 ein Jubiläum vor der Tür. Aus Gründen der Planungssicherheit finden Programmpräsentation und Vorverkaufsstart im Frühjahr statt. Das Festwochen-Team arbeitet mit viel Elan und Kraft an der Finalisierung des Programms. In welcher Form die einzelnen Veranstaltungen stattfinden können, ist von den Entwicklungen in Zusammenhang mit COVID-19 abhängig.

Kleiner Vorgeschmack

Traditionell singen die Cesti-FinalistInnen Arien der Oper, die im darauffolgenden Jahr als Barockoper:Jung aufgeführt wird. Im Finale achten die Jurymitglieder auch darauf, wie sich die SängerInnen vor Publikum präsentieren, wie authentisch sie ihre Rolle spielen und wie flexibel sie mit dem Orchester interagieren können.

Wer sich schon einen Vorgeschmack auf die lang verschollene Oper „Boris Goudenow“ holen möchte, findet die Finalarien 2020 unter www.altemusik.at. Welche der FinalistInnen dann tatsächlich auch in der Barockoper:Jung 2021 zu erleben sein werden, wird im Rahmen der offiziellen Programmpräsentation bekanntgegeben.


Schlagworte