Christoph Swarovski nun doch in Optik- und Tyrolit-Beirat bestellt

Im Dezember noch ohne nötige Mehrheit, wird Christoph Swarovski, Tyrolit-Chef und Präsident der Industriellenvereinigung Tirol, nun doch in den Beirat von Swarovski Optik und Tyrolit bestellt.

Zuletzt war Christoph Swarovski die Entsendung in den Beirat noch verweigert worden.
© Andreas Rottensteiner / TT

Wattens – Im internen Streit über Unternehmensstruktur und Ausrichtung des Tiroler Kristallkonzerns Swarovski gibt es offenbar ein kleines Zeichen von Entspannung. Christoph Swarovski, Tyrolit-Chef und Präsident der Industriellenvereinigung Tirol, wurde in den Beirat von Swarovski Optik und Tyrolit bestellt, wie der Kristallkonzern in einer Aussendung am Freitag mitteilte.

„Gerade in diesen Zeiten braucht es gemeinsame Anstrengungen, um die Unternehmen sicher in die Zukunft zu führen. Die Hand ist weit ausgestreckt, um diesen Weg gemeinsam zu gehen", erklärte CEO Robert Buchbauer. Christoph Swarovski war zuletzt die Entsendung in den Beirat der Daniel Swarovski KG verweigert worden. Er hatte bei einer Gesellschafterversammlung Anfang Dezember nicht die notwendige Zustimmung und war damit nicht Helmut Swarovski in das Gremium nachgefolgt. Der IV-Präsident sah sich jedoch ordnungsgemäß entsandt, die Gesellschafterversammlung brauche das nicht zu bestätigen, meinte er.

Seitens des Kristallkonzerns betonte man am Freitag auf APA-Anfrage, dass in der SAH GmbH und der Daniel Swarovski KG Christoph Swarovski „mangels der rechtlichen Voraussetzungen" nicht als Geschäftsführungs- bzw. Beiratsmitglied aufgenommen werden könne.

Führungsspitze mit Rückschlag vor Gericht

Nach einer großen Mehrheit der Gesellschafter für eine von Buchbauer vorangetriebene Strukturreform hatte die Swarovski-Führungsspitze zuletzt vor Gericht einen Rückschlag erlitten. Das Landesgericht Innsbruck stellte bezüglich der Neufassung der Gesellschafterverträge fest, dass eine Eintragung in das Firmenbuch unterbrochen wird. In seiner Begründung ging das Gericht davon aus, dass „kein rechtswirksamer Gesellschafterbeschluss" zustande gekommen sei.

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Die Erfolgsaussichten der Schiedskläger – also der familieninternen Oppositionellen, die rund 20 Prozent ausmachen – in den anhängenden Verfahren seien zudem „als erfolgversprechend einzustufen". (APA)


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