Absatz von Heumilch-Produkten im Coronajahr 2020 auf Rekordniveau

Die Erlöse stiegen um 9 Prozent auf 154,8 Millionen Euro, teilte die Arge Heumilch mit. Der Absatz wuchs um 4 Prozent auf 46.000 Tonnen.

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Wien – Erst kürzlich hat die AMA berichtet, dass die Ausgaben für frische Bio-Lebensmittel im Coronajahr 2020 gegenüber 2019 um mehr als ein Fünftel auf 714 Mio. Euro gestiegen sind. Auch Heumilch-Produkte haben vom Boom bei nachhaltigen Lebensmitteln profitiert. Sie haben 2020 ein Rekordniveau erreicht und gegenüber 2019 ein deutliches Umsatzplus verzeichnet. Die Erlöse stiegen um 9 Prozent auf 154,8 Mio. Euro, teilte die Arge Heumilch am Donnerstag mit.

Der Absatz wuchs um demnach 4 Prozent auf 46.000 Tonnen. Dank des Verbrauchervertrauens seien auch die Heumilchbetriebe bisher gut durch die Krise gekommen, so Arge-Obmann Karl Neuhofer in einer Aussendung. Insgesamt verarbeiteten die Betriebe im Vorjahr 510 Millionen Kilogramm Heumilch. Der Heumilchzuschlag betrug zwischen fünf bis sieben Cent je Kilogramm. Das bedeutet einen Mehrwert von rund 30 Mio. Euro für Österreichs Heumilchbauern.

Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle

Das Plus von 9 Prozent wurde bei weißen und gelben Heumilchwaren gleichermaßen erzielt. Bei Bio-Heumilch-Produkten ist der Umsatz sogar um 18 Prozent gestiegen, so Arge-Geschäftsführerin Christiane Mösl. "Themen wie Nachhaltigkeit und Artenvielfalt spielen für Konsumenten eine immer wichtigere Rolle und Produkte aus Heumilch erfüllen diesen Wunsch."

Die Arge Heumilch vereinigt rund 8.000 Heumilchbauern und rund 80 Verarbeiter. Wichtigster Exportmarkt ist Deutschland, man will diesen weiter stark beackern.

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Die besondere Wirtschaftsweise der Arge-Bauern wurde 2016 mit dem EU-Gütesiegel g.t.S. - garantiert traditionelle Spezialität - für Kuhmilch und 2019 für Schaf- und Ziegenmilch ausgezeichnet. Heumilch g.t.S. steht für einen besonderen Schutz für noch mehr Qualität und Unverfälschtheit. In Europa erfüllen weniger als 3 Prozent der erzeugten Milch die Kriterien der Heumilch. (APA)


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