Dutzende Kadaver: Noch immer Rätsel um Elefantensterben im Okavango-Delta

Seit Jänner seien 39 tote Elefanten entdeckt worden, sagte der Direktor von Botsuanas Nationalpark-Behörde. Bereits im Vorjahr waren rund 330 Elefantenkadaver im Okavango-Delta gefunden worden.

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Bereits im Vorjahr verendete eine Vielzahl von Elefanten im Okavango-Delta.
© AFP

Gaborone – Im weltberühmten Naturparadies Okavango-Delta geht das rätselhafte Elefantensterben unvermindert weiter. "Seit Jänner wurden bisher insgesamt 39 Elefantenkadaver gefunden – die meisten in der Mombo-Region im Okavango-Delta", sagte der Direktor von Botsuanas Nationalpark-Behörde, Kabelo Senyatso, am Donnerstag. "Erste Untersuchungen haben Bakterien und Anthrax als Todesursache ausgeschlossen", betonte er. Man müsse aber nun die weiteren Untersuchungen abwarten.

Die toten Tiere zeigten ähnliche Symptome wie die insgesamt 330 Elefanten, die im Vorjahr rund 230 Kilometer entfernt ebenfalls im Okavango-Delta entdeckt worden waren. Die Behörden hatten damals Cyanobakterien, auch Blaualgen genannt, als wahrscheinliche Todesursache ausgemacht.

Labortests mit Blutproben verendeter Tiere sowie Erd- und Wasserproben hätten ergeben, dass diese Gifte bildenden Mikroorganismen die Tiere im Okavango-Delta im Nordwesten des Landes töteten, hatte die Wildpark-Behörde Mitte September erklärt. Manche Arten von Cyanobakterien bilden potenziell tödliche Giftstoffe. Das kann zum Beispiel Folgen für Tiere beim Trinken aus Gewässern haben, wenn sich die Mikroben dort bei Algenblüten massenhaft vermehren.

Das Okavango-Delta ist weltweit wegen der spektakulären Landschaften und reichen Tierwelt berühmt und beherbergt die weltweit höchste Anzahl von Elefanten. (APA/dpa)

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