Umbau, Ausbau, Neubau: 240 Millionen Euro für Bahnausbau bis 2030 in Tirol

Bis 2030 werden nun 18 weitere Verkehrsstationen auf den neuesten Stand gebracht. Insgesamt sollen 240 Millionen Euro in den Bahnausbau fließen, davon kommen 55 Millionen Euro vom Land.

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LH Günther Platter und LHStvin Ingrid Felipe freuten sich gemeinsam mit Bundesministerin Leonore Gewessler und ÖBB-CEO Andreas Matthä den "Tiroler Vertrag 2" zu präsentieren.
© Land Tirol/G. Berger

Innsbruck – 96 Bahnhöfe und Haltestellen gibt es in Tirol. 17 davon wurden in den letzten Jahren modernisiert, um- oder ausgebaut. Damit aber noch nicht genug: Bis 2030 werden nun 18 weitere Verkehrsstationen auf den neuesten Stand gebracht – zum Teil auch neu gebaut. Dazu stellten Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne), Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP), Verkehrslandesrätin und LHStvin Ingrid Felipe (Grüne) am Donnerstag gemeinsam mit ÖBB-Chef Andreas Matthä in Innsbruck den "Tiroler Vertrag 2" vor.

"Mit dieser Vereinbarung legen wir zusammen mit den ÖBB fest, welche Projekte wir gemeinsam mit den Standortgemeinden umsetzen werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei neben der Schaffung von "Park+Ride"- bzw. "Bike+Ride"-Flächen auf dem modernen und barrierefreien Ausbau von Bahnhöfen samt Vorplätzen sowie Haltestellen", erklärte die Tiroler Regierungsspitze. Insgesamt werden 240 Millionen Euro in den Bahnausbau investiert, davon kommen 55 Millionen Euro vom Land.

1500 neue Plätze für "Park+Ride", 1600 für "Bike+Ride"

"Mit diesem Geld bauen wir Tirol um – in ein klimafreundliches Land mit modernen Bahnhöfen und Mobilitätsdrehscheiben der Zukunft. Mit modernen Fahrradboxen, Sharing-Angeboten und gut ausgestatteten Bahnhöfen", sagte Ministerin Gewessler. Ziel sei es, den Pkw-Verkehr noch weiter zu reduzieren und stärker auf die Zubringerfunktion zu den öffentlichen Verkehrsmitteln zu beschränken, erläuterte Felipe. "Damit leisten die Pendlerinnen und Pendler einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz in unserem Land. Die ÖBB ersparen Österreich und den Menschen jährlich rund 4,2 Millionen Tonnen CO2 und es sollen noch mehr werden."

Die ÖBB und das Land werden dazu mit der jeweiligen Standortgemeinde Planungs- und Realisierungsverträge abschließen. Bei den geplanten Vorhaben in Münster und Mils bei Hall muss zudem noch im Vorfeld die betriebliche Machbarkeit untersucht werden.

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Entlang des 460 Kilometer langen Streckennetzes in Tirol werden in den nächsten zehn Jahren 1500 neue "Park+Ride"-Plätze (aktuell rund 5500) und 1600 "Bike+Ride"-Plätze (aktuell 4000 Plätze) neu geschaffen. Von Schönwies bis Kufstein werden an 22 Stationen Vorplätze und Bushaltestellen modernisiert und die Parkplätze für Autos und Fahrräder erweitert. An den Haltestellen Kufstein, Fritzens-Wattens, Landeck-Zams, Imst-Pitztal und Schwaz sollen außerdem neue Parkdecks errichtet werden.

© Land Tirol

Damit in Zukunft auch längere Züge halten und die Reisenden barrierefrei ein- und aussteigen können, werden an 26 Stationen die Bahnsteige verlängert bzw. angehoben.

"Es freut mich besonders, dass wir heute den ‚Tiroler Vertrag 2‘ unterschreiben und den Schwung der Ausbauoffensive weiter vorantreiben. Wir werden 18 Bahnhöfe zu modernen, barrierefreien Mobilitätsdrehscheiben gestalten", sagte ÖBB-Chef Matthä. In den kommenden Jahren soll außerdem die Kapazitätssteigerung in Form des abschnittsweisen zweigleisigen Ausbaus auf der Arlbergstrecke, Maßnahmen für einen dichteren Takt zwischen Telfs/Pfaffenhofen und Jenbach bzw. Innsbruck/Brenner, Wörgl/Hochfilzen und Kufstein/Innsbruck erhoben und umgesetzt werden.


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