120.000 Euro Schaden: Internetbetrüger zockten Tiroler Autokäufer ab

Die Betrüger fingen E-Mail-Rechnungen ab und fälschten die Kontonummer. Dadurch konnten sie über 100.000 Euro erbeuten. Sieben Personen – sogenannte "Money Mules" – wurden ausgeforscht und angezeigt.

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Nauders, Klagenfurt – Ein 45-Jähriger meldete im vergangenen Oktober der Polizei in Nauders, dass er über eine Onlineplattform ein Auto in Niederösterreich gekauft und das Geld nach Erhalt einer E-Mail-Rechnung auf das dort angeführte Konto überwiesen hatte. Später stellte sich aber heraus, dass die Rechnung des Autohauses abgefangen und mit einer anderen Kontonummer versehen worden war, teilte die Exekutive mit. Das Geld kam somit nicht beim Autohaus an und der Einheimische erlitt einen Schaden in Höhe eines fünfstelligen Eurobetrags.

Im Zuge weiterer Ermittlungen durch IT-Experten der Polizeiinspektion Ischgl konnten neun weitere Geschädigte ausgeforscht werden. "Der entstandene Schaden beläuft sich auf über 120.000 Euro. Weitere Taten blieben im Versuchsstadium. Dabei hätte ebenfalls eine Summe von insgesamt fast 130.000 Euro überwiesen werden sollen", teilte die Polizei jetzt mit. Bei den Geschädigten handelte es sich um Gewerbetreibende, meist aus dem Automobilhandel.

Sieben Personen im Alter von 26 bis 45 Jahren konnten als sogenannte "Money Mules" ausgeforscht werden. Ihre Funktion war es, ihre Konten für die Transaktionen zur Verfügung zu stellen und dann das Geld an die eigentlichen Täter weiterzuleiten. Sie werden an die Staatsanwaltschaft Klagenfurt, die die Fälle bearbeitet, angezeigt. (TT.com)


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