Deutscher Sandalenhersteller Birkenstock wird französisch

Die Traditionsfirma Birkenstock geht an die US-französische Beteiligungsgesellschaft L Catterton und die Familienholding Financiere Agache des französischen Milliardärs Bernard Arnault.

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Düsseldorf, Paris – Der deutsche Sandalenhersteller Birkenstock ist verkauft. Die Traditionsfirma in Linz am Rhein geht an die US-französische Beteiligungsgesellschaft L Catterton und die Familienholding Financiere Agache des französischen Milliardärs Bernard Arnault, wie der Birkenstock-Geschäftsführer Oliver Reichert dem Handelsblatt am Freitag sagte.

Die beiden einzigen Erben des Schuhherstellers, Alexander und Christian Birkenstock, verkaufen demnach die Mehrheit der Anteile, bleiben aber als Minderheitsgesellschafter investiert. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Der vom französischen Luxusgüterkonzern LVMH gestützte Finanzinvestor will dem Vernehmen nach 4 Mrd. Euro auf den Tisch legen, wurde am Donnerstag kolportiert.

Seit 250 Jahren dauerhaft und vollständig in Familienbesitz

„Wir bekommen durch die neuen Miteigentümer exzellente Marktzugänge und Kontakte in Asien und können unseren Wachstumskurs beschleunigt fortsetzen", sagte Geschäftsführer Reichert dem Handelsblatt. Alle Arbeitsplätze blieben erhalten. „Wir sind in Deutschland fest verankert und daran wird sich auch nichts ändern."

Birkenstock war vor 250 Jahren gegründet worden und ist seitdem dauerhaft und vollständig in Familienbesitz. Die Firma produziert nahezu ausschließlich in Deutschland, 2019 waren es ungefähr 25 Millionen Paar Schuhe und Sandalen, wie das Handelsblatt berichtete. 2019 machte das Unternehmen laut Bericht rund 720 Millionen Euro Umsatz bei einem Nettogewinn von 130 Millionen Euro. Es wird laut Handelsblatt mit vier Milliarden Euro bewertet.

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Neben L Catterton gab es nach Angaben Reicherts weitere Bieter. Die Entscheidung für L Catterton begründeten die Brüder Birkenstock gegenüber dem Handelsblatt: „Die neuen Gesellschafter bringen ein tiefes Verständnis für die Details eines Produktionsunternehmens mit, bei dem sich alles um Qualität dreht." (APA/AFP)


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