Bisher 2500 Anmeldungen für PCR-Tests in Mayrhofen vor hartem Lockdown

Ab Mitternacht darf nur noch die Gemeinde verlassen, wer einen negativen PCR-Test vorlegen kann. Außerdem gilt eine FFP2-Maskenpflicht an stark frequentierten Orten – auch in Schwaz und Jenbach.

Ohne negativen PCR-Test darf Mayrhofen nicht mehr verlassen werden.
© Fankhauser

Mayrhofen – Ab Mitternacht gilt für Mayrhofen der harte Lockdown. Die Gemeinde verlassen darf nur noch, wer einen negativen PCR-Test vorlegen kann, der nicht älter als 72 Stunden ist. Ziel ist es, dass sich die Gemeindebürger zwei Mal bis Mittwoch, 3. März, auf das Coronavirus testen lassen. "Um aktuell bestehende Infektionsketten schnellstmöglich zu durchbrechen, haben wir weitere Maßnahmen veranlasst und das Testangebot in der Gemeinde nochmals erweitert", sagt Bezirkshauptmann Michael Brandl.

PCR-Tests werden nun auch in der Sportclinic Mayrhofen angeboten. Zudem steht eine Testmöglichkeit im Europahaus Mayrhofen zur Verfügung. Hier werden auch PCR-Gurgeltests unter Einhaltung von Hygiene- und Diskretionsmaßnahmen zum Einsatz kommen. Mit Stand Freitag, 12.30 Uhr, wurden bereits rund 2500 Anmeldungen an einem der beiden Standorte verzeichnet.

"Das stimmt zuversichtlich, dass die Einwohnerinnen und Einwohner von Mayrhofen die brisante Lage erkannt haben und diese Aktion mittragen. Sie sind damit vorbildgebend für die Bevölkerung im Bezirk. Wir hoffen, dass sich auch viele weitere Menschen im Bezirk Schwaz daran ein Beispiel nehmen und möglichst zahlreich an den Testungen im gesamten Bezirk teilnehmen", sagte Brandl.

📽️ Video | Harter Lockdown in Mayrhofen

Jedes Ergebnis – auch jenes von den PCR-Gurgeltests – wird ausnahmslos auf eine mögliche Mutation hin analysiert. Die Auswertung wird massiv beschleunigt: "Die Tests werden nicht mehr nach Wien geschickt, sondern mit Unterstützung zweier Labors in Tirol ausgewertet. Dadurch kann enorm viel Zeit gespart werden", erklärt der Bezirkshauptmann.

Kinder bis sechs Jahre ausgenommen

Für Arbeitseinpendler nach Mayrhofen gilt: Die Ein- und Ausreise ist weiterhin ohne Einschränkungen möglich, wenn der Aufenthalt in der Gemeinde weniger als 24 Stunden gedauert hat.

Kinder bis sechs Jahre sind von den Vorgaben zur Gemeindeausreise ausgenommen. Getestet werden sollen sie dennoch bestmöglich, besonders diejenigen, die noch nicht im Rahmen der behördlichen Testung im Kindergarten erfasst wurden: "Nachdem auch im Kindergarten Infektionen aufgetreten sind, ist es wichtig, dass wir in diesem Bereich einen detaillierten Blick in das Infektionsgeschehen bekommen", sagt Brandl.

Schulen und Kindergärten wurden nach Clusterbildungen bereits geschlossen bzw. ins "Distance Learning" verlagert. Der Handel in Mayrhofen wird von Samstag bis Mittwoch bis auf die Grundversorgung – Lebensmittelhändler, Drogerien, Apotheken, etc. – geschlossen bleiben.

FFP2-Maskenpflicht an vier Orten ab Samstag

An vier normalerweise stark frequentierten Orten in der Gemeinde gilt ab Samstag auch im Freien eine FFP2-Maskenpflicht. Das sind:

📍 Vorplatz des Veranstaltungszentrums Europahaus

📍 Josef-Riedl-Platz/Kirchplatz

📍 Vorplatz Musikpavillon

📍 Vorplatz Penkenbahn

"Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger, das Testangebot dringend wahrzunehmen und sich in der Gemeinde Mayrhofen in den kommenden Tagen zwei Mal testen zu lassen. Die Bekämpfung der Pandemie geht uns alle etwas an. Jede einzelne Bürgerin und jeder einzelne Bürger kann dazu beitragen, dass die Virus-Verbreitung eingedämmt wird", appelliert Mayrhofens Bürgermeisterin Monika Wechselberger.

Maskenpflicht auch in Schwaz und Jenbach

Auch in Schwaz und Jenbach gilt ab Samstag an mehreren Orten bis auf Weiteres eine FFP2-Maskenpflicht. In der Bezirkshauptstadt sind es diese fünf:

📍 Bereich Stadtgalerie

📍 Vorplatz Bahnhof

📍 Skaterpark Psenner-Straße

📍 Friedhofsparkplatz

📍 Postpark

In Jenbach muss eine FFP2-Maske im Bereich Marktimbiss (SPAR-Markt) und der gegenüberliegenden Parkanlage getragen werden.

Im ganzen Bezirk Schwaz werden die Testungen forciert. Im Namen aller Bürgermeister appelliert der Bezirkshauptmann: "Eine Entwicklung wie in Mayrhofen muss mit allen Mitteln verhindert werden. Dafür ist es ausschlaggebend, dass die Bevölkerung insgesamt mitmacht." (TT.com)


Kommentieren


Schlagworte