Leck auf der ISS: Kosmonauten haben mit besserer Abdichtung begonnen

Fünf Tage lang arbeiten Kosmonauten auf der ISS an der Abdichtung eines 4,5 Zentimeter langen Risses auf der Internationalen Raumstation ISS. Das Leck besteht seit August.

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Astronauten bei Arbeiten an der ISS.
© HANDOUT

Moskau – Nach monatelangen Problemen mit entweichender Luft auf der Raumstation ISS haben Kosmonauten mit der verbesserten Abdichtung eines Lecks begonnen. Die Arbeiten an dem 4,5 Zentimeter langen Riss sollen fünf Tage dauern, wie ein Vertreter der Flugleitzentrale der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos am Montag in einem live übertragenen Gespräch mit der Besatzung sagte. Die Kosmonauten sollen die Stelle so vorbereiten, dass ein spezielles Abdichtmittel platziert werden kann.

Zuvor hatte der russische Kosmonaut Sergej Ryschikow über den Druckabfall in dem betroffenen Abschnitt des ISS-Moduls "Swesda" (Stern) berichtet. Schon seit August entweicht Luft aus dem Außenposten der Menschheit. Im Herbst entdeckte die Besatzung den rund 4,5 Zentimeter langen Riss und dichtete ihn provisorisch ab.

Später stellte sich allerdings heraus, dass weiter Luft austritt. Ob der zuerst entdeckte Riss mit dem Provisorium nicht ausreichend abgedichtet wurde oder es noch weitere Lecks gibt, ist derzeit noch unklar.

Zwischenzeitlich waren drei weitere Lecks befürchtet worden. Am Freitag vergangener Woche gaben die Kosmonauten dann aber vorsichtig Entwarnung: Eine Stelle habe sich als Kratzer, eine andere als Delle erwiesen. Das Ergebnis der Untersuchung einer nur schwer zugänglichen Stelle unter einem Rohr steht noch aus.

Auf der ISS etwa 400 Kilometer über der Erde halten sich derzeit sieben Raumfahrer auf – neben zwei Russen sind es vier Amerikaner und ein Japaner. (APA, dpa)


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