Kramer ist nach Nordischer WM auf Revanche im Gesamtweltcup aus

Auf die führende Slowenin Nika Kriznar fehlen der Salzburgerin vier Bewerbe vor Schluss 151 Punkte. „Wir werden alles daransetzen, dass Marita noch einmal die bestmöglichen Sprünge auspackt", gibt sich ÖSV-Chefcoach Harald Rodlauer zuversichtlich.

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Daniela Iraschko-Stolz (l.) musste ihre Teamkollegin Marita Kramer trösten. Die 19-jährige Salzburgerin scheiterte als Top-Favoritin in Oberstdorf erneut daran, ihre erste WM-Einzelmedaille zu holen.
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Oberstdorf – Team-Weltmeisterin Marita Kramer bleibt nach der Enttäuschung von WM-Platz vier auf der Normal- wie auch auf der Großschanze in dieser Saison die Möglichkeit der Revanche im Weltcup. Der Gesamtsieg ist noch möglich. Vor zwei Wochen noch Weltcup-Führende, ist die Salzburgerin durch ihr erzwungenes Nicht-Antreten bei den beiden Normalschanzen-Events in Rasnov auf Rang vier zurückgefallen. Auf die führende Slowenin Nika Kriznar fehlen vier Bewerbe vor Schluss 151 Punkte.

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Kramer hat gleich drei "Nuller" in den Ergebnislisten. Anfang Februar wurde sie im zweiten von drei Hinzenbach-Bewerben bei der Materialkontrolle disqualifiziert, in Rasnov gab es dann eine unklare Corona-Testlage. Ebenfalls mit Corona-Konnex kam dann noch die Absage aller Weltcup-Bewerbe in Norwegen dazu, wodurch nun nur noch an den letzten beiden März-Wochenenden in Nischnij Tagil (zwei Einzel-Bewerbe) und Tschaikowskij (zwei Einzel-Konkurrenzen, ein Team-Bewerb) gesprungen wird.

ÖSV-Chefcoach: "Wir werden alles daransetzen"

Aus eigener Kraft kann es Kramer nicht mehr zurück auf Platz eins schaffen, selbst im Fall ihrer Saisonsiege vier bis sieben nicht. Kriznar führt mit 611 Zählern vor der Japanerin Sara Takanashi (606), der Norwegerin Silje Opseth (477) und Kramer (460). ÖSV-Chefcoach Harald Rodlauer gab sich zuversichtlich: "Wir werden alles daransetzen, dass Marita noch einmal die bestmöglichen Sprünge auspackt und das im Gesamtweltcup noch aufholen kann." Im Nationencup fehlen als Zweiter 145 Punkte auf Leader Slowenien.

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Die Abreise aus Oberstdorf erfolgte am Donnerstag, dann ist vorerst einmal Heimtraining angesagt. Vor dem Abflug nach Russland sollen noch zwei, drei Tage gemeinsames Schanzen-Training absolviert werden. Daniela Iraschko-Stolz möchte nach zwei, drei Tagen Abschalten schon davor wieder auf die Schanze. "Dann werden wir einen schönen Saisonabschluss hinlegen, und dann werde ich nächste Saison noch einmal Gas geben. Und ich denke, dass ich auch bei der nächsten WM (2023, Anm.) dabei sein werde." (APA)


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