Breite Durchimpfung diese Woche im Bezirk Schwaz und bei über 80-Jährigen in Tirol

Im Bezirk Schwaz erhalten ab Donnerstag mehr als 42.000 Menschen eine Immunisierung, dazu weitere 20.000 über 80-Jährige in den Gemeinden.

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Ab Donnerstag werden auch die Bewohner im Bezirk Schwaz geimpft. (Symbolbild)
© ROBERT JAEGER

Innsbruck – Mit der vorgezogenen Charge von 100.000 Dosen von BioNTech und Pfizer beginnt diese Woche eine breite Durchimpfung nicht nur der Bevölkerung im Bezirk Schwaz, sondern auch der über 80-Jährigen im Land. Bis gestern haben sich im Bezirk Schwaz 42.000 von 50.000 infrage kommenden Personen für die Corona-Impfung angemeldet, davon 27.000 allein in den letzten Tagen. Noch bis heute, 20 Uhr, kann man sich für die am Donnerstag beginnende Impfung ­registrieren.

Wegen der Verbreitung der südafrikanischen Coronavirus-Mutation erhielt Tirol diese vorgezogene Impfstofflieferung. Derzeit ist bei 69 Infizierten eine Ansteckung auf diese Virusvariante zurückzuführen. Sonntag kamen zwei weitere Verdachtsfälle hinzu, fünf weitere Nachmeldungen gab es nach Sequenzierungen vom Donnerstag.

Ausreisetests für Tirol enden am Mittwoch

Der Schwazer Bezirkshauptmann Michael Brandl richtete gestern einen dringenden Appell an die jüngere Generation ab 16 Jahren, sich unbedingt impfen zu lassen. „Gerade diese Generation ist sehr aktiv und dadurch – ohne Schuldzuweisungen zu machen – ein Multiplikator von möglichen Infektionen, ohne dabei selbst schwer zu erkranken.“

Ende der Woche dürften zumindest alle über 80-Jährigen geimpft sein. Rund 8400 wurden bereits geimpft, weitere 20.000, die sich angemeldet haben, kommen jetzt dran. Das Land hat die Gemeinden in der Vorwoche darüber ­informiert.

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Während in Schwaz die Testpflicht bei der Ausreise aus dem Bezirk ab Donnerstag bis voraussichtlich Ende März gilt, endet diese für die restlichen Bezirke in Nordtirol am Mittwoch. Bis dahin muss bei der Fahrt in ein anderes Bundesland noch ein negativer Corona-Test vorgewiesen werden. Die strengen Regelungen in Deutschland mit einem Einreise- bzw. Durchreiseverbot gelten noch bis 17. März. (pn)

Cluster in Haiming, Sorgenfalten in Osttirol

Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 332,4 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner ist das Infektionsgeschehen zuletzt in Osttirol hinaufgeschnellt und mit Abstand am höchsten in Tirol. Sollten die ­Ansteckungen nicht zurückgehen, könnte es noch diese Woche zu Verschärfungen wie Antigentests bei der Ausreise kommen. Neben Ansteckungen in Großfamilien soll es zuletzt auch zahlreiche Anzeigen gegeben haben.

Ein Corona-Cluster hat sich inzwischen in einer Siedlung in Haiming gebildet, dort werden ebenfalls Maßnahmen überlegt.


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