Auer kehrt zu Mercedes zurück: Mit der Sternenflotte zum DTM-Höhenflug

Tirols PS-Aushängeschild bleibt der DTM erhalten und kehrt zurück zu Mercedes. Dort will Lucas Auer um die Meisterschaft kämpfen.

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Lucas Auer kehrt zu Mercedes zurück.
© Mercedes-AMG

Von Daniel Suckert

Innsbruck – Andere Betätigungsfelder hätte es für Luca­s Auer zur Genüge gegeben. Auch aus Übersee oder der Langstrecken-Sparte war das Interesse groß. Dass es am Ende erneut das Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) wurde, war für den Kufsteiner keine Überraschung: „Wenn man sich anschaut, was da täglich für Teams mit starken Piloten präsentiert werden, freut man sich auf eine Top-Meister­schaft.“

🏎 Silberne Ehe: Mercedes und Auer – diese Ehe gab es bereits. Vier Saisonen lang (2015–18) zog sich der heute 26-Jährige den Rennoverall mit dem Stern auf der Brust über. Vier Siege und sechs Podiumsplätze standen am Ende zu Buche. Nach dem Japan-Abenteuer mit Red Bull (Super Formula) und der DTM-Rückkehr mit BMW im Vorjahr geht es nun wieder zurück zur Sternenflotte. Und das unter den wohl besten Voraussetzungen, wenn man Auers Aussagen trauen kann: „Ich wollte immer in einem Top-Team um Siege fahren. Und das auch noch in einer Top-Rennserie. Beides ist jetzt unter Dach und Fach. Die Rückkehr zu Mercedes nach zwei Jahren ist jetzt schon ein besonderes Gefühl.“ Und wenn es mehrere Siege sind, darf sich der Unterländer berechtigte Hoffnungen auf den ersten Triumph in der hochkarätigen PS-Klasse machen. Den Traum verfolgt er schon seit dem ersten Mercedes-Gastspiel.

📆 Wachsendes Produkt: Für DTM-Boss Gerhard Berger eine weitere gute Nachricht für die im Juni (18.–20.; Monza) startende Rennseri­e. Heuer wird ja erstmals unter einem GT3-Konzept gefahren. Die Kostenersparnis hat nun viele Teams wie Mercedes, Ferrari oder Red Bull dazu bewogen, Berger­s anvisierte Markenvielfalt zu unterstützen.

An acht Renn-Wochenenden (jeweils zwei Rennen) wird heuer der Meister in der härtesten Tourenwagen-Klasse gesucht. Den Saisonhöhepunkt – aus rot-weiß-roter Sicht – stellt sicher die Rückkehr auf den Red-Bull-Ring Anfang September dar. Im Idealfall wieder vor vollen Zuschauer-Rängen. Das wird jedoch von der Entwicklung der Corona-Pandemie abhängen.

Zunächst warten einmal die Testfahrten im April in Monza. Auch dahinter steht ein kleines Fragezeichen, wie unkompliziert die ablaufen könnten. Corona lässt grüßen.

Zumindest eines ist schon fix: Michelin wird heuer die Teams mit Reifen beliefern. Die Franzosen ersetzen damit den bisherigen Partner Hankook.

🔴⚪🔴 Rot-Weiß-Rot: Dass die rot-weiß-rote Fraktion noch größer werden könnt­e, diese Möglichkeit gibt es durch Philipp Eng. Der Salzburger wird 2021 vier Langstreckenrennen bestreiten. Trotzdem soll der 31-Jährige, der im Vorjahr erstmals siegte, der umstrukturierten Serie die Treue halten.


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