Mutmaßlicher Ibiza-Video-Drahtzieher wurde nach Österreich ausgeliefert

Deutschland lieferte Julian H. am Dienstag nach Österreich aus. Dem 40-jährigen Privatdetektiv werden Erpressung im Zusammenhang mit dem Video und mögliche Drogendelikte vorgeworfen.

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Das Ibiza-Video brachte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zu Fall und die türkis-blaue Regierung zu einem vorzeitigen Ende.
© Screenshot/APA

Wien – Der mutmaßliche Drahtzieher des Ibiza-Videos ist am Dienstag nach Österreich ausgeliefert worden, bestätigte die Staatsanwaltschaft Wien am späten Nachmittag. Julian H. befinde sich zurzeit in Gewahrsam. Nun werde ein Antrag auf U-Haft gestellt. Ihm werden Erpressung und mögliche Drogendelikte vorgeworfen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Der 40 Jahre alte Privatdetektiv hatte am Montag vergeblich versucht, mit einem Eilantrag seine Auslieferung nach Österreich zu verhindern. Das deutsche Bundesverfassungsgericht lehnte seinen Einspruch gegen die Entscheidung des Berliner Kammergerichts ab, dass seine Auslieferung zulässig ist. Julian H., der mit europäischem Haftbefehl gesucht wurde, war im Dezember in Berlin festgenommen worden.

U-Ausschuss will Julian H. befragen

Das Berliner Kammergericht hatte in der Vorwoche seiner Auslieferung wegen des Verdachts auf Erpressung im Zusammenhang mit dem Video und möglicher Drogenstraftaten zugestimmt. Am Freitag hat er im deutschen Untersuchungsausschuss zum Wirecard-Bilanzskandal ausgesagt. Der hiesige Ibiza-Untersuchungsausschuss möchte den mutmaßlichen Video-Drahtzieher ebenfalls befragen. (APA)

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