Gut, besser, Haaland: Der BVB-Torjäger begeistert Fußball-Europa

Auch ohne Fans war es ein Spektakel. Nicht nur der unnachahmliche Torjäger Erling Haaland sorgte beim ersten Viertelfinaleinzug von Borussia Dortmund seit 2017 für Aufregung, sondern auch eine weitere Kuriosität in der Geschichte des Videobeweises.

  • Artikel
  • Diskussion
Erling Haaland setzt zu neuen Höhenflügen an. Besonders in der Champions League ist die Torquote des Norwegers unglaublich.
© LEON KUEGELER

Dortmund – Gut, besser, Haaland – der Dortmunder Torgarant verzückt Fußball-Europa mit immer neuen Rekorden. Auch beim spektakulären Einzug des BVB in das Viertelfinale der Champions League pflegte der erst 20 Jahre alte Ausnahmestürmer seinen Ruf als norwegische Naturgewalt. Mit seinen beiden Treffern zum 2:2 gegen den FC Sevilla verbesserte er seine unübertroffene Quote auf 20 Tore in nur 14 Königsklasse-Spielen und traf als erste Profi bei vier aufeinanderfolgenden Einsätzen doppelt. „Erl ist herausragend. Das macht uns stolz, dass er den Rekord in unserem Trikot weiterführt“, schwärmte Trainer Edin Terzic.

🔗 >>> Haaland schießt Dortmund weiter, Juventus wieder raus

Selbst der gegnerische Trainer kommentierte die neuerliche Haaland-Show geradezu ehrfürchtig „Er wird eine Ära prägen“, befand Julen Lopetegui, dessen Team schon beim 2:3 im Hinspiel drei Wochen zuvor zwei Tore des besten Champions-League-Schützen (10) der laufenden Saison hatte hinnehmen müssen.

„Beim zweiten Elfmeter war ich schon ein wenig nervös“

Nicht nur Haaland, sondern auch Schiedsrichter Cüneyt Cakir sorgte für reichlich Aufregung und bereicherte mit seinem Referee-Team die Geschichte des Videobeweises um eine weitere Kuriosität. Der Türke pfiff das vermeintliche 2:0 von Haaland zurück und gab stattdessen Elfmeter für den BVB wegen eines Fouls über drei Minuten zuvor. Den Strafstoß von Haaland hielt FC-Keeper Yassine Bounou, hatte dabei aber bereits vor dem Schuss die Torlinie verlassen. Deshalb erhielt der Norweger eine zweite Chance – und traf. „Beim zweiten Elfmeter war ich schon ein wenig nervös“, gestand Haaland im ersten TV-Interview bei Sky.

TT-ePaper gratis lesen und ein E-Bike gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen. Der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

Dass die bärenstarken Spanier trotz des 0:2 nicht aufsteckten und nach den Treffern von Youssef En-Nesyri (69./Foulelfmeter und 90.+6) noch der Verlängerung nahe waren, erhöhte den Unterhaltungswert der Partie zusätzlich. „Es war ein geiler Fight, ein geiles Weiterkommen. Das haben wir uns verdient“, urteilte BVB-Lizenzspielerchef Sebastian Kehl. Die Aufregung in der dramatischen Nachspielzeit mit leidenschaftlich verteidigenden Dortmundern hätte sich Coach Terzic liebend gern erspart: „Als kleiner Junge hatte ich den großen Traum, mit Fußball alt zu werden. Jetzt habe ich das Gefühl, ich werde alt wegen Fußball.“ (dpa)

⚽ Champions League, Achtelfinale

Dienstag - 21.00 Uhr:

  • Juventus Turin - FC Porto 3:2 n.V. (Hinspiel: 1:2)
  • Borussia Dortmund - FC Sevilla 2:2 (3:2)

Mittwoch - 21.00 Uhr:

  • FC Liverpool - RB Leipzig (2:0) 📽 Sky
  • Paris Saint-Germain - FC Barcelona (4:1) 📽 DAZN

Dienstag, 16. März - 21.00 Uhr

  • Manchester City - Borussia Mönchengladbach (2:0)
  • Real Madrid - Atalanta Bergamo (1:0)

Mittwoch, 17. März - 21.00 Uhr

  • FC Bayern München - Lazio Rom (4:1)
  • FC Chelsea - Atletico Madrid (1:0)

Kommentieren


Schlagworte